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Grenzüberschreitende Hilfe:Pullacher bei Brandeinsatz in München

Die Pullacher Feuerwehr ist am frühen Montagmorgen in einem Akt grenzüberschreitender Hilfeleistung zu einem Einsatz in München ausgerückt und hat dort einen Mann aus einer Wohnung gerettet. Dem Ganzen lag zunächst ein Irrtum zugrunde. Denn als sich gegen 1.30 Uhr eine Anruferin bei der integrierten Leitstelle München wegen Brandgeruchs in der Heilmannstraße meldete, wurde die Notrufzentrale des Landkreises informiert, "da es sich augenscheinlich um einen Einsatz in Pullach" handelte, wie die Berufsfeuerwehr München berichtet. Die Pullacher rückten also aus. Als sie in der Heilmannstraße aber nichts feststellten, kam die Vermutung auf, dass es sich um die namensgleiche Verlängerung der Straße in München handelte.

Um den Zeitvorteil der bereits alarmierten Einsatzkräfte aus Pullach zu nutzen, habe man sie zur nahegelegenen Adresse im Stadtgebiet beordert, heißt es. Die Feuerwehr München habe man nachalarmiert. Am Einsatzort stießen die Feuerwehrleute aus dem Landkreis aufeine verrauchte Wohnung. Ein Atemschutztrupp brachte den Bewohner mit einer Fluchthaube ins Freie. Ein Hochleistungslüfter kam zum Einsatz. Nach kurzer Untersuchung durch die Rettungsdienstbesatzung, konnte der Bewohner in seine Wohnung zurück. Der Vorfall sei ein Beweis dafür, heißt es, dass die Zusammenarbeit von Landkreis- und Stadtfeuerwehr funktioniere.

© SZ vom 05.01.2021 / belo
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