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Grasbrunn:Schmidt stärkt SPD-Fraktion

Ehemalige Grasbrunner CSU-Frau will aber parteifrei bleiben

Die Sozialdemokraten stellen im Grasbrunner Gemeinderat wieder die stärkste Fraktion. Nach ihrem Austritt aus der CSU-Fraktion Mitte Mai hat sich deren langjährige Fraktionssprecherin Ursula Schmidt nun der SPD-Fraktion angeschlossen. Damit stellt die SPD-Fraktion jetzt sechs Gemeinderäte, die CSU nur noch fünf, obwohl sie bei der Kommunalwahl am 15. März mit 29,8 Prozent stärkste Kraft vor der SPD (25,6 Prozent) geworden war.

Schmidt hatte im Zuge der Turbulenzen rund um die konstituierende Sitzung des Gemeinderats Mitte Mai ihren Austritt aus der CSU-Fraktion verkündet. Eigentlich galt sie als Konsenskandidatin für das Amt der Stellvertreterin von Bürgermeister Klaus Korneder (SPD) und hatte dabei auch die Unterstützung der Sozialdemokraten. In letzter Minute aber wurde sie von ihrem Parteigänger Detlef Wildenheim, dem unterlegenen CSU-Bürgermeisterkandidaten bei der Kommunalwahl, ausgebremst. Wildenheim wurde knapp zum Bürgermeisterstellvertreter gewählt, Schmidt zog daraus die Konsequenzen.

Ihren Übertritt zur SPD-Gemeinderatsfraktion erklärt Schmidt nun damit, nur als Bestandteil einer Fraktion auch in den Ausschüssen aktiv an der Gemeindepolitik mitarbeiten zu können. Sie habe, so Schmidt, in den letzten Wochen viele Gespräche mit verschiedenen Parteien geführt und für sich entschieden, "parteifrei" der SPD-Fraktion beizutreten. Sie stehe für ein gemeinsames und konstruktives Miteinander und wolle weiterhin "in erster Linie zum Wohle aller Grasbrunner" arbeiten.

© SZ vom 13.06.2020 / müh

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