Pfarrer Markus Zurl verlässt im September die beiden Pfarrverbände Gräfelfing und „Im Würmtal“ und zieht nach Freiham um. Dort wird er ab 1. Oktober den Pfarrverband München-West leiten und soll die Seelsorge im Neubaugebiet aufbauen. „Es war ein Ringen für mich. Mir geht es gut in Gräfelfing“, sagte Zurl zur SZ. Sein Weggang zieht personelle Veränderungen in den beiden Pfarrverbänden nach sich.
Aufbauarbeit begleitet ihn durch sein Pfarrerleben. Als Markus Zurl vor genau zehn Jahren nach Gräfelfing kam, war es seine Aufgabe, den Pfarrverband Gräfelfing-Lochham zu gründen. Heute ist er auch Leiter des Pfarrverbands Im Würmtal und damit auch zuständig für die Katholiken in Planegg, Krailling, Martinsried und Stockdorf. Jetzt sei er von Kardinal Reinhard Marx und der Diözesanleitung gebeten worden, die neue Augabe in Münchens neuestem Stadtteil Freiham zu übernehmen, berichtet Zurl. Im Neubaugebiet gebe es viel Zuzug, die Kirche wolle dort Präsenz zeigen.
Zudem besitze die Kirche ein Grundstück mitten im Neubaugebiet. Es gehe darum, Ideen zu entwickeln, was dort entstehen soll, sagte Zurl. Eine Kita, ein Mehrgenerationen- oder Integrationswohnen seien denkbar. Er wolle herausfinden, „was die Menschen dort brauchen“. In Zeiten, in denen Kirchen aus Mangel an Gläubigen geschlossen würden, etwas aufzubauen, sei „außergewöhnlich“, sagt der Pfarrer. Er blicke der neuen Aufgabe gespannt entgegen.
Künftiger Leiter der beiden Pfarrverbände Gräfelfing-Lochham und „Im Würmtal“ wird der jetzige Pfarrvikar Dominik Arnold. Neu hinzu kommt Pfarrvikar Andreas Schmidt, der die Seelsorge unterstützen wird. Und schließlich kehrt ein bekanntes Gesicht ins Würmtal zurück: Pfarrvikar Gregor Schweizer, der einst als Kaplan im Pfarrverband Gräfelfing-Lochham seine erste Stelle als Seelsorger antrat. Pfarrvikar Franziskus von Boeselager hingegen verlässt wie geplant nach drei Jahren das Würmtal und kehrt ins Erzbistum Köln zurück.

