GräfelfingWer nachhaltig lebt, wird belohnt

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Wer sich in Gräfelfing ein Lastenrad zulegt, der kann auf eine finanzielle Unterstützung durch die Gemeinde hoffen.
Wer sich in Gräfelfing ein Lastenrad zulegt, der kann auf eine finanzielle Unterstützung durch die Gemeinde hoffen. (Foto: Annette Riedl/dpa-tmn)

Während andere Kommunen ihre Fördermittel zurückschrauben, stimmt der Umweltausschuss der Würmtalgemeinde dafür, Zuschüsse für Energiesparmaßnahmen der Bürger zu erhöhen.

Von Annette Jäger, Gräfelfing

Wer in Gräfelfing sein Haus energetisch auf Top-Standard bringt, das Dach begrünt, Regenwasser zur Bewässerung nutzt und am Ende noch mit einem Lastenrad einkaufen geht, kann sich das umfangreich von der Gemeinde bezuschussen lassen. Die Fördermöglichkeiten von Energiesparmaßnahmen gehören seit vielen Jahren zu den freiwilligen Leistungen der Kommune. Und während andernorts gerade diese aus Geldknappheit gestrichen werden, legt die Gemeinde Gräfelfing noch etwas obendrauf: Im neuen Jahr soll das Gesamtfördervolumen von Energiesparmaßnahmen auf rund 230 000 Euro anwachsen, beschloss der Umweltausschuss in seiner jüngsten Sitzung. Damit erhalten Antragsteller für viele Investitionen mehr Geld. Von einer Zustimmung des Gemeinderats ist auszugehen.

Mit den Förderprogrammen will die Kommune Anreize setzen, Energie einzusparen. Das funktioniert: Die Förderung sei ein „Erfolgsprojekt“, sagte Bürgermeister Peter Köstler (CSU) in der Sitzung. Jedes Jahr ist schon weit vor Jahresende der Fördertopf ausgeschöpft, sodass es einen Antragsstopp gibt. Dieses Jahr werden seit 15. September keine Anfragen mehr angenommen. Insgesamt wurden in diesem Jahr 94 Anträge eingereicht, überwiegend für die Förderung von Photovoltaikanlagen, Batteriespeichern und Balkonkraftwerken. Erst ab 2026 werden wieder neue Fördermittel ausgeschüttet.

Allein für Investitionen in die energetische Sanierung und erneuerbare Energien - dazu gehören zum Beispiel ein Fenstertausch, die Dämmung von Wänden oder eine Grundwasser-Wärmepumpe – soll das Förderbudget von 150 000 auf 200 000 Euro im Jahr erhöht werden. Damit wächst die Förderhöchstsumme pro Antrag von 5000 auf 7500 Euro pro Jahr. Als besonders beliebt haben sich die Zuschüsse für umweltfreundliche Mobilität erwiesen, hieß es in der Sitzung. Um der großen Nachfrage gerecht zu werden, soll auch hier das Fördervolumen wachsen – von 6000 auf 10 000 Euro für private Haushalte.

Auch Unternehmen und Gewerbetreibende können einen Zuschuss abrufen, hier soll ein Gesamtbudget von 6000 Euro zur Verfügung stehen. Gefördert wird die Anschaffung von Lastenrädern, Pedelecs sowie Fahrradanhängern. Weniger in Anspruch genommen werden bisher Klimaanpassungsmaßnahmen, weshalb hier noch mehr Anreize geschaffen werden sollen: Geld gibt es für Investitionen in Regenwassernutzung, Dachbegrünung und Entsiegelungen, insgesamt steht ein Budget von 15 000 Euro zur Verfügung.

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