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Gräfelfing:Falsche Polizisten erbeuten 400 000 Euro

Falsche Polizisten haben seit voriger Woche in sechs Fällen in der Stadt und im Landkreis München ältere Menschen hereingelegt und dabei mehr als 400 000 Euro erbeutet. Nur in einem Fall konnte die Polizei den Betrug vereiteln. Die Täter hatten einen Mann aus Gräfelfing dazu gebracht, ihnen den Fernzugriff auf seinen Laptop zu erlauben. Daraufhin bestellten sie im Namen des über 70-Jährigen Gold im Wert von mehr 50 000 Euro. Die Polizei konnte die Auslieferung des Goldes und die Abbuchung vom Konto des Gräfelfingers stoppen. In den anderen Fällen holten die betrogenen Personen auf Anraten der falschen Polizisten Geld von ihrer Hausbank und deponierten es anschließend in der Nähe ihrer Wohnungen. So hob eine Rentnerin 25 000 Euro von ihrem Konto ab und legte die Scheine in einen Staubsauger, den sie vor ihr Haus in Kleinhadern stellte. Angesichts der gehäuften Fälle weist die Münchner Polizei darauf hin, dass die richtige Polizei niemals jemanden auffordere, Wertgegenstände außerhalb der eigenen Wohnung zu deponieren oder einen Fernzugriff auf den Computer zuzulassen. Wer einen Anruf von einem vermeintlichen Polizisten erhalte, solle sich durch einen Rückruf bei einer Polizeidienststelle vergewissern, ob es sich tatsächlich um einen Polizeibeamten handelt. Um sich vor solchen und ähnlichen Betrugsmaschen zu schützen, solle man auch niemals unbekannte Personen in die eigene Wohnung lassen, wenn diese sich nicht eindeutig legitimieren können.

© SZ vom 24.09.2020 / SZ

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