Gräfelfing:Alarmanlage verscheucht Einbrecher

Juweliergeschäft - Zerborstenes Schaufenster

In Scherben: Nach einem Raubüberfall sind Juweliere oftmals traumatisiert.

(Foto: Imago)

Unbekannte reißen ein Fenstergitter an einem Juwelier-Geschäft aus der Wand, flüchten dann aber ohne Beute.

Von Annette Jäger, Gräfelfing

Die brachiale Gewalt, mit der ein oder mehrere unbekannte Täter vorgegangen sind, hat Frederik Egger dann doch "geschockt", wie er sagt. Am Sonntag in den frühen Morgenstunden gab es einen Einbruchversuch am Juweliergeschäft des Familienbetriebs an der Gräfelfinger Bahnhofstraße. Dieser blieb erfolglos, "zum Glück", wie Egger am Montag sagt. Ein Gitter vor einem der Fenster auf der Rückseite des Ladens wurde aus der Wand gerissen. Weiter kamen die Täter nicht, denn es wurde umgehend die Alarmanlage ausgelöst. Was bleibt, ist ein Sachschaden und ein Schreck.

Um ein Gitter aus der Wand zu reißen, bedarf es größerer Kräfte. Frederik Egger vermutet, dass ein Auto dabei zum Einsatz gekommen sein könnte. Seit 1984 betreibt die Familie ihr Juweliergeschäft in Gräfelfing - die Erich Maria Egger Juwelenmanufaktur. Im vergangenen Jahr ist der Familienbetrieb mit dem Laden ein paar Hausnummern weiter in das neue Geschäft an der Bahnhofstraße umgezogen. Dabei wurde auch ein neues, modernes Sicherheitskonzept eingebaut, das Egger jetzt nach eigener Einschätzung vor größerem Schaden bewahrt hat.

Für Juwelier Frederik Egger ist es bereits der dritte Einbruchsversuch

Gegen 4.30 Uhr am Sonntagmorgen war der Alarm losgegangen, der den Sicherheitsdienst benachrichtigte, der wiederum die Polizei verständigte. Der oder die Täter konnten vor dem Eintreffen der Einsatzkräfte unerkannt flüchten. Seit den Morgenstunden sei dann die Spurensicherung am Tatort gewesen, erzählt Egger. Dem oder den Tätern ist es nicht gelungen, den Verkaufsraum zu betreten, nichts wurde gestohlen, am Montag war schon wieder normaler Kundenbetrieb. Techniker haben sofort den Schaden repariert, die Alarmanlage ist bereits "wieder scharf", sagt Egger. In der Vergangenheit habe es schon zwei Einbruchversuche gegeben, einer davon ereignete sich vor mehr als 20 Jahren und sei sehr "dilettantisch" gewesen. Damals hätten es Täter mit einem Backstein versucht, den sie in die Fensterscheibe warfen - ohne Erfolg.

Egger zeigt sich verwundert über das Vorgehen der Täter am Sonntag. Vermutlich würden die Preise im Fenster nahelegen, dass im Laden Wertvolles zu holen sei. Doch viel hätten Diebe ohnehin nicht erbeuten können, denn kostbarer Schmuck sei sicher verwahrt über Nacht. Nachvollziehbarer wäre für Egger, wenn Diebe es auf wertvolle Markenuhren abgesehen hätten, die sich leicht weiterverkaufen ließen, aber so etwas führe der Laden gar nicht.

Das zuständige Kommissariat des Münchner Polizeipräsidiums hat die Ermittlungen übernommen und bittet um Zeugenhinweise. Den Schaden schätzt die Polizei auf etwa 5000 Euro. Frederik Egger hat auch schon eine Bilanz gezogen: "Das neue Sicherheitssystem ist super."

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