InfektionserkrankungMasernfall im Raum München: Gesundheitsamt hält weitere Infektionen für möglich

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Das Masernvirus - hier unter einem Elektronenmikroskop - ist insbesondere Säuglinge und Schwangere hochgefährlich.
Das Masernvirus - hier unter einem Elektronenmikroskop - ist insbesondere Säuglinge und Schwangere hochgefährlich. Cynthia Goldsmith/dpa

Nach einer bestätigten Infektion warnt die Behörde die Kunden zweier Möbelhäuser in Brunnthal und Parsdorf sowie anderer Geschäfte im Münchner Süden. Das Virus ist für Ungeimpfte hochansteckend.

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Das Gesundheitsamt des Landkreises München hat am Samstagnachmittag über einen bestätigten Masernfall informiert, der potenziell weitere Personen gefährden könnte. Eine unwissentlich mit Masern infizierte Person hielt sich demnach am Donnerstag,  6. März, nachmittags in verschiedenen Geschäften im Landkreis München und Landkreis Ebersberg auf. Weil das Masernvirus hochansteckend ist und bereits ein kurzer Kontakt genügt, um sich zu infizieren, ruft das Gesundheitsamt Personen, die sich im selben Zeitraum in den Läden aufgehalten haben, zur besonderen Vorsicht auf. Betroffen könnten auch Personen sein, die sich bis zu zwei Stunden nach der infizierten Person in den entsprechenden Geschäften aufgehalten haben, teilt die Behörde mit, denn das Virus hält sich lange.

Die Warnung gilt für Kundinnen und Kunden, die am Donnerstag, 6. März, von 12 bis 15 Uhr im Einrichtungshaus Segmüller in Parsdorf waren, von 15.30 bis 16.30  bei Ikea in Brunnthal und von 17 bis 18 Uhr im Drogeriemarkt dm und bei Lidl an der Biberger Straße in Unterhaching. Das Gesundheitsamt bittet alle, die eines der folgenden Geschäfte zur selben Zeit oder bis zu zwei Stunden später besucht haben und die nicht über einen vollständigen Impfschutz verfügen, ihren Gesundheitszustand in den kommenden zwei Wochen besonders aufmerksam zu beobachten und mögliche Symptome im Blick zu behalten.

Ungeimpfte Personen haben nach Kontakt mit dem Virus ein hohes Risiko zu erkranken. Masern beginnen meist mit grippeähnlichen Symptomen wie Fieber, Husten, Schnupfen und Gliederschmerzen sowie gelegentlich einer Augenentzündung. Der typische großfleckige Hautausschlag, der meist am Hals beginnt und sich von dort über den gesamten Körper ausbreitet, tritt meist erst nach einigen Tagen auf, kann jedoch auch zeitgleich erscheinen. Besonders gefährdet sind Säuglinge, Kleinkinder, Schwangere und Menschen mit geschwächtem Immunsystem.

Treten bei möglichen Kontaktpersonen im genannten Zeitraum einschlägige Symptome auf, müssten diese unbedingt ernst genommen werden, teilt das Gesundheitsamt mit. Betroffene Personen sollten zu Hause bleiben und unnötige Kontakte zu vermeiden. Insbesondere sollten keine Gemeinschaftseinrichtungen wie Schulen oder Kitas betreten werden. Spätestens wenn ein Hautausschlag bei vorheriger oder gleichzeitiger Grippesymptomatik auftritt, sollte umgehend telefonisch Kontakt zu einem Hausarzt aufgenommen werden.

Eine vollständige Impfung, also zweimal Masern-Mumps-Röteln (MMR), schützt im Regelfall wirksam vor einer Erkrankung, ungeimpfte Personen erkranken dagegen nach Kontakt in fast allen Fällen. Das Gesundheitsamt des Landkreises München appelliert deshalb an alle Bürgerinnen und Bürger, ihren Impfstatus zu überprüfen. Wer weniger als zwei MMR-Impfungen erhalten und nicht sicher eine Maserninfektion durchgemacht hat, sollte seinen Impfschutz vervollständigen.

Weitere Informationen zu Masern und Impfungen sind gibt es auf der Website der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung unter https://www.infektionsschutz.de/erregersteckbriefe/masern/ abrufbar. Das Gesundheitsamt des Landkreises München ist werktags erreichbar.

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