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Gedenken:Informationen zur Weißen Rose

SPD beantragt Ausstellung nach Garching zu holen

Bis der Festakt zur Namensbenennung der Bundeswehr-Liegenschaft in Hochbrück nach dem Widerstandskämpfer Christoph Probst stattfindet, ist noch ein wenig Zeit. Doch schon jetzt hat die Garchinger SPD beantragt, die Verwaltung möge Kontakt zur Weiße Rose Stiftung aufnehmen, um eine Wanderausstellung auszuleihen. Diese soll möglichst zeitnah zur Feier am 6. November, dem 100. Geburtstags des Widerstandskämpfers, in der Universitätsstadt gezeigt werden.

Die Kaserne der Bundeswehr, die künftig Probsts Namen tragen soll, ist auch der Sitz des Zentralen Instituts des Sanitätsdienstes der Bundeswehr. Bislang war die Anlage namenlos. Damit würde die Bundeswehr zum ersten Mal eine Kaserne nach einem Mitglied der Widerstandsgruppe "Weiße Rose" um Hans und Sophie Scholl benennen. Der im Jahr 1919 in Murnau geborene Probst gehörte mit seinem Schulkameraden Alexander Schmorell zum engen Kern der Widerstandsgruppe. Der dreifache Familienvater und Medizinstudent war während des Krieges in einer Studentensanitätskompanie der Luftwaffe eingesetzt. Am 20. Februar 1943 wurde Probst in Innsbruck festgenommen. Der damals 23-Jährige wurde ebenso wie die Geschwister Scholl zum Tode verurteilt und noch am selben Tag mit dem Fallbeil in München-Stadelheim hingerichtet.

Die SPD begründet ihren Antrag auch mit der räumlichen Trennung von Hochbrück und Garching, die dazu führen dürfte, dass viele Garchinger den Festakt nur durch Presseberichte wahrnehmen würden. Die Ausstellung biete auf 47 Text- und Bildtafeln umfangreiches Material über das Wirken Probsts. Allein ihm seien sieben Tafeln gewidmet. Das Material könne individuell zusammengestellt werden. Als Ausstellungsorte schlägt die SPD das Foyer im Bürgerhaus, die Stadtbücherei oder das Werner-Heisenberg-Gymnasium (WHG) vor. Im WHG würde nicht nur der Geschichtsunterricht profitieren, die SPD erachtet hier auch den Besuch eines breiteren Publikums als wahrscheinlich.