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Garching:Werbeeinnahmen bleiben beim VfR

Stadt beschließt neue Regelung der Platznutzung

Die Bandenwerbung auf den Sportplätzen in Garching wird künftig klarer geregelt. Nutznießer der Werbeverträge wird in Zukunft der Verein sein, der das Stadion oder den Platz zu mindestens zu 51 Prozent belegt. Anlass für die Neuregelung war ein Streit mit dem Verein FC Türk Sport, der sich bei der Verteilung der Werbeeinnahmen aus dem Stadion benachteiligt sah und auch über eine Klage nachdachte. "Es ist allen Vereinen freigestellt, für ihren Bereich Sponsoren zu suchen und aktiv zu werden", sagte Bürgermeister Dietmar Gruchmann (SPD) im Hauptausschuss am Donnerstag.

Bisher hat der VfR Garching das Geld, das er durch die Bandenwerbung und die Namensrechte im Stadion einnahm, alleine verwertet. Der FC Türk Sport sah eine Lücke in der bisherigen Regelung und forderte seinen Anteil, da die Fußballer des Vereins ebenfalls einige Spiele im Stadion austragen. Genau zweimal im vergangenen Jahr, sagte der Bürgermeister in der Sitzung. Der VfR hatte dem FC Türk Sport 1000 Euro angeboten, wenn sie auf alle Ansprüche verzichteten, darauf wollte der Verein jedoch nicht eingehen.

In Zukunft wird der VfR alleiniger Nutzer der Werbeeinnahmen im Stadion bleiben, aber der FC Türk Sport und der FC Hochbrück können jeweils auf ihren Plätze Bandenwerbung anbringen. Nur wenn ein Verein das Stadion oder einen Platz mehr als 25 Prozent nutzt, sei er zu beteiligen. Jürgen Ascherl, Fraktionschef der CSU, machte den Vorschlag, die Einnahmen prozentual nach der Nutzung zu verteilen, weil das gerechter sei. Der Bürgermeister warnte, das könne Externe auf den Plan rufen, "und dann muss ich die auch beteiligen". Florian Baierl, Fraktionssprecher der Unabhängigen Garchinger, sprach sich dafür aus, es mit der neuen Regelung zu versuchen. Sollte es nicht funktionieren, müsse man sich erneut Gedanken machen. Er betonte aber auch, dass Garching generell viel für die Sportvereine leiste. Die Abstimmung fiel einstimmig aus.