Garching/Ottobrunn:Erst einmal Luft holen

Corona-Lage im Landkreis

Aktuell Vgl. Fr.

Infizierte gesamt : 5 392; + 19

Infizierte ges. mit Mutanten: 2682; + 0

Infizierte aktuell : 110; + 2

Tote gesamt: 293; + 0

Menschen mit 1. Impfung: 186 499; + 1280

davon haben 2. Impfung: 153 429; + 3203

Impfungen insgesamt: 339 928; + 4483

Schulen in Quarantäne: 2; + 1

Sieben-Tage-Inzidenz: 18,8; 14,3

Quelle: Landratsamt München

Kreistag und Zweckverband warten mit Filtern für Klassenzimmer ab

Der Zweckverband staatliche weiterführende Schulen im Südosten des Landkreises München will weitere Klassen- und Fachräume in seinen Schulen mit Luftreinigungsgeräten ausstatten, wenn das von einem Gutachter empfohlen wird. Damit schließt sich die Verbandsversammlung einem entsprechenden Beschluss des Kreistags an, den dieser in seiner Sitzung am Montagnachmittag in Garching gefasst hat.

Die Debatte im Garchinger Bürgerhaus geriet dabei diesmal eher kurz, was angesichts der schier endlosen und kontroversen Diskussionen in den vorberatenden Ausschüssen auch kein Wunder war. Landrat Christoph Göbel (CSU) stellte noch einmal klar, dass mobile Luftreinigungsgeräte in den landkreiseigenen weiterführenden Schulen nur dort aufgestellt werden sollten, wo dies ein externes Planungsbüro auch empfiehlt. In Klassenzimmern und Fachräumen, die bereits über Luftreinigungsgeräte verfügen, werde dies nicht geschehen. Eine entsprechende Empfehlung werde seitens des Landkreises auch an die Kommunen und die Schulzweckverbände, in denen die Realschulen und Gymnasien des Landkreises verankert sind, ausgesprochen. "Wir brauchen diese Fachexpertise, um zu wissen, welche Geräte wo welchen Mehrwert erzielen und wo nicht", sagte der Landrat. Einzig die AfD im Kreistag lehnte dieses Vorgehen mit der Begründung ab, die Anschaffung der Geräte würde nur Sicherheit in den Schulen vorgaukeln.

Der Unmut über die Ankündigung von Ministerpräsident Markus Söder (CSU), alle Klassenzimmer und Fachräume im Freistaat müssten zum Schulstart nach den Sommerferien mit mobilen Luftreinigungsgeräten ausgestattet werden, hält indes weiter an. Ismanings Bürgermeister Alexander Greulich (SPD) sagte vor der Kreistagssitzung, es sei nicht hinnehmbar, dass die Verantwortung auf die Kommunen abgewälzt werde und es keine klaren Ansagen darüber gebe, welche Geräte in welchem Raum sinnvoll seien und welche nicht.

Der Schulzweckverband im Südosten des Landkreises hatte bereits Ende vorigen Jahres beschlossen, Räume, bei denen keine ausreichende Querlüftung möglich ist, mit Luftreinigern auszustatten. In dem Zusammenhang erhielt das Gymnasium Ottobrunn 16 Geräte, für das Gymnasium Neubiberg wurde ein solcher Apparat angeschafft. Zum Zweckverband gehören außerdem das Gymnasium Höhenkirchen-Siegertsbrunn und die Realschule Neubiberg.

© SZ vom 27.07.2021 / dabo, müh
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