Wohnen an der Uni:Inklusive ist vor allem der Frust

Wohnen an der Uni: Kurze Wege, hohe Preise: die Studentenwohnanlage Garching Living Center an der Einsteinstraße nahe dem TU-Campus.

Kurze Wege, hohe Preise: die Studentenwohnanlage Garching Living Center an der Einsteinstraße nahe dem TU-Campus.

(Foto: Alessandra Schellnegger)

Das Garching Living Center wirbt mit schicken Appartements für Studierende, doch die Bewohner zahlen nicht nur bis zu 50 Euro pro Quadratmeter, sie fühlen sich zudem auch gegängelt und überwacht.

Von Sophia Coper, Garching

Das Appartement schick, der Weg zur Uni kurz: Paul Hoffmann fiel ein Stein vom Herzen, als er nach monatelanger Suche fündig geworden ist. Hoffmann, der anonym bleiben möchte und eigentlich anders heißt, hatte 2019 nach der Zusage für einen Studienplatz an der Technischen Universität (TU) München sofort begonnen, Wohngemeinschaften und Studentenwohnheime anzuschreiben, doch überall hieß es: leider schon voll. Je näher der Semesterbeginn rückte, desto elastischer wurde Hoffmanns preisliche Schmerzensgrenze, und als er eine Zusage für ein Appartement im Garching Living Center (GLC) erhielt, dachte er, einen teuren, aber guten Deal gemacht zu haben. "Die 860 Euro Miete waren zwar saftig, doch der Campus liegt direkt in der Nähe", erinnert sich Hoffmann, "auch das Zimmer und die zusätzlichen Gemeinschaftsräume sahen toll aus."

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