Mobilität:Brückenschlag zwischen Ismaning und Garching

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Mobilität: Der neue Übergang über die Isar soll ohne Stützen im Fluss auskommen. Das Bild zeigt eine Visualisierung.

Der neue Übergang über die Isar soll ohne Stützen im Fluss auskommen. Das Bild zeigt eine Visualisierung.

(Foto: Ingenieurbüro Roplan, Rosenheim)

Der Freistaat fördert einen zusätzlichen Isarübergang für Fußgänger und Radfahrer, der vor allem der Anbindung des Forschungszentrums dient. Damit rückt die Verwirklichung der Idee näher.

Von Irmengard Gnau, Ismaning/Garching

Eine zusätzliche Brücke über die Isar für Fußgänger und Fahrradfahrer, die das nördliche Ismaning und das Garchinger Forschungszentrum verbindet, rückt näher. Vergangene Woche hat Ismanings Bürgermeister Alexander Greulich (SPD) eine Urkunde aus den Händen des bayerischen Bauministers Christian Bernreiter (CSU) entgegengenommen. Damit zählt das Projekt offiziell zur "Radoffensive Klimaschutz Bayern" der Staatsregierung und darf auf Zuschüsse in Höhe von 80 Prozent der förderfähigen Bau- und Planungskosten hoffen.

Für die weitere Isarbrücke haben sich die beiden Nachbarkommunen Garching und Ismaning sowie der Landkreis zusammengetan. Eine Machbarkeitsstudie dazu gibt es bereits: Das Ingenieurbüro Roplan aus Rosenheim hat den Uferbereich untersucht und eine geeignete Position ausgemacht - auf Garchinger Seite auf Höhe der Gießenbachstraße zum Forschungscampus, auf Ismaninger Seite im Auwald anschließend an den Weg Langes Geräumt, der zum Ortsteil Fischerhäuser führt. Dort soll eine etwa 95 Meter lange Schrägseilbrücke entstehen, ein filigranes Bauwerk mit Fachwerkträgern aus Stahl. Um möglichst wenig in das FFH-Schutzgebiet des Auwalds einzugreifen, soll die Brücke ohne Stützen in der Isar auskommen, sondern von zwei gekreuzten Stangen auf jeder Uferseite an Stahlseilen gehalten werden.

Den Garchinger Anteil übernimmt die TU

Greulich freut sich, dass die neue Brücke nun ganz offiziell die Unterstützung des Freistaats genießt, und hofft, dass das Projekt damit auch etwaige bürokratische Hürden rascher nimmt. Bei der Vergabe von Mitteln aus dem Fördertopf "Stadt und Land" war die Brücke nicht zum Zuge gekommen, als neue Radverbindung soll sie nun in den Genuss der Förderung kommen. In der Machbarkeitsstudie kalkulierten die Autoren 2021 mit Kosten von gut zwei Millionen Euro für Planung und Bau, allerdings könnten angesichts der politischen und wirtschaftlichen Weltlage Preissteigerungen insbesondere beim Material anstehen. 80 Prozent der Kosten trägt der Freistaat, die restlichen 20 Prozent teilen sich die Gemeinde Ismaning, die Stadt Garching und der Landkreis.

Den Garchinger Anteil wird allerdings die TU München übernehmen, wie der Garchinger Bürgermeister Dietmar Gruchmann (SPD) jüngst im Stadtrat erklärt hat. Die Universität hofft wie die Kommunen, dass die neue Brücke noch mehr Menschen vom Pendeln per Fahrrad oder in Kombination mit den öffentlichen Verkehrsmitteln überzeugen wird. Die Förderzusage gibt nun den Startschuss für die Umsetzung. In den Kommunen stehen die nötigen Beschlüsse schon auf der Tagesordnung.

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