Garching:Hackatum diesmal nur online

Lesezeit: 2 min

Für die Veranstaltung der TU haben sich schon 450 Studenten gemeldet

Corona verändert derzeit jedermanns Leben. Auch die Studenten der Technischen Universität München wollen nicht nur zuschauen, sondern selbst einen Beitrag zur Lösung von Problemen erarbeiten, die durch die Corona-Pandemie verursacht werden. Deswegen veranstaltet die TU eine Sonderausgabe von "Hackatum", eine reine Online-Version. 450 Leute haben sich schon angemeldet, um am Wochenende in Teams zu arbeiten und sich in vier Themenbereichen zu messen. Teilnehmer können wählen zwischen den Bereichen Gesundheitswesen (Healthcare), Verwaltung (Government), Wirtschaft (Business) und Bildungswesen (Education). Die meisten Anmeldungen, bisher 41 Prozent, sind für das Thema Healthcare eingegangen.

Die Veranstaltung Hackatum gibt es bereits seit 2016. Eigentlich findet sie immer im November im Gebäude der Informatik in Garching statt, aber in diesem Jahr sei es noch sehr ungewiss, ob sie als Präsenzveranstaltung organisiert werden kann, denn immerhin seien im vergangenen Jahr fast 800 Teilnehmer dabeigewesen, berichtet Patrick Holl. Er ist Doktorand im Fach Software Engineering und organisiert Hackatum gemeinsam mit seiner Kollegin Oleksandra Klymenko. Im Moment hält Holl einen Termin im November für eher unwahrscheinlich, doch für eine Online-Version des Wettbewerbs besteht kein Hindernis. Der Ablauf ist durchaus ähnlich, nur auf das Catering müssen die Teilnehmer diesmal verzichten, da sie von zu Hause aus arbeiten. Trotzdem gibt es wieder Preise zu gewinnen. Die Veranstaltung hat Sponsoren, Firmen oder Einrichtungen, die bestimmte Probleme vorgeben. Unabhängig davon können die Teilnehmer aber auch selbst eigene Themen bearbeiten.

Dazu werden Gruppen von zwei bis vier Leuten gebildet. Sie bestehen meist schon bei der Anmeldung, sagt der Organisator, vereinzelt suchen auch noch Leute Partner beim Event. Kontakt halten können die Gruppen über Discord. Das sei eigentlich eine Community-Plattform für Computerspieler, aber sie eigne sich gut für die Kommunikation, sagt Holl. Von Freitagvormittag bis Sonntag haben die Teams Zeit, ihre Lösungen auszutüfteln. Sie werden dann einer Jury vorgestellt, dazu darf jedes Team drei Minuten lang seine Arbeit präsentieren, zwei Minuten werden für Fragen hinzugerechnet. Bewertet werden die Arbeiten entweder von den Firmen, die die Aufgaben gestellt haben, oder von TU-Professoren. Zu gewinnen gibt es auch Preise. Im vergangenen Jahr beispielsweise, habe es unter anderem eine Reise nach Thailand für ein Gewinner-Team gegeben. Die TU vergebe meist Smartphones und die Stadt München habe mal Fahrradklingeln ausgeschrieben, berichtet Holl. "Trotzdem gab es Teams, die sich mit den Lösungen befasst haben." Die meisten sähen nicht die Preise, sondern mehr das Thema. "Es geht um den Spaß, darum Leute zu treffen und die Nächte durchzuarbeiten." Diesmal hauptsächlich, um originelle Ideen auszuarbeiten, die den Helfern an der Corona-Front und den vielen Betroffenen das Leben erleichtern könnten. Informationen zu der Veranstaltung finden sich im Netz unter https://covid19.hackatum.com/.

Zur SZ-Startseite

Lesen Sie mehr zum Thema

Süddeutsche Zeitung
  • Twitter-Seite der SZ
  • Facebook-Seite der SZ
  • Instagram-Seite der SZ
  • Mediadaten
  • Newsletter
  • Eilmeldungen
  • RSS
  • Apps
  • Jobs
  • Datenschutz
  • Abo kündigen
  • Kontakt und Impressum
  • AGB