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Garching:Ein Klimaschützer fürs Rathaus

Garchings Grüne fordern eine feste Stelle, die CSU will einen Studenten

CSU und Grüne fordern Nachbesserungen in Sachen Klimaschutz. Nach der ersten Haushaltsdiskussion im Garchinger Stadtrat haben beide Fraktionen Anträge gestellt. Die Grünen hätten gerne einen Klimaschutzmanager in Vollzeit, die CSU fordert, eine zeitlich befristete Stelle für einen Werksstudenten von der Technischen Universität (TU) zu schaffen.

Hans Peter Adolf, Sprecher der Grünen-Fraktion im Stadtrat, hatte bereits die Aussprache zum Haushalt genutzt, um auf Defizite beim Klimaschutz hinzuweisen. Seiner Meinung nach sei viel zu wenig Geld für diesen Bereich eingestellt, ein Klimaschutzmanager sei unabdingbar. Dieser sei bereits Inhalt des Klimaschutzkonzepts, das der Stadtrat 2010 beschlossen hatte. Als Qualifikation sollte der künftige Klimaschutzmanager, der sich auch ums Energiesparen kümmern soll, einen Studienabschluss in der Fachrichtung Umweltsicherung, Energie- und Umwelttechnik, Bauingenieurswesen oder Versorgungstechnik haben, so die Grünen. Die Verwaltung solle Fördermöglichkeiten prüfen.

In eine ähnliche Richtung gehen die Forderungen der CSU. Deren Fraktionschef Jürgen Ascherl räumt ein, dass der derzeitige Haushalt der Stadt nicht viel Spielraum lasse. Deswegen komme auch keine unbefristete Stelle in Frage, da sie den Etat zu sehr belaste. "Der CSU-Fraktion fehlen allerdings im Haushalt insbesondere zur Thematik Klimaschutz klare Aussagen beziehungsweise Positionen", schreibt Ascherl in der Begründung des Antrags. So soll die Stadt prüfen, ob sie an der Autobahn eine Fotovoltaikanlage errichten und betreiben kann. Außerdem sollte eine Broschüre erstellt werden, in der jeder Garchinger sieht, was er für den Klimaschutz einbringen kann.

Ein Werkstudent sollte eng mit der TU München und mit dem Umweltreferenten zusammenarbeiten und beispielsweise ein Maßnahmenpaket für Klimaschutz entwerfen. Als Beispiel führt Ascherl ein Projekt in Brunnthal an, dort erzeugten und teilten Bürger ihren Strom. Da 80 Prozent der klimaschädlichen Emissionen energiebedingt seien, müsse die Stadt die energetische Sanierung ihrer Liegenschaften "intensiv fortsetzen". Geprüft werden müsse auch, welche Förderungen die Stadt auflegen kann, um Bürger bei der Umstellung auf nachhaltige Energien zu unterstützen.

© SZ vom 22.01.2020 / pa
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