Corona-Pandemie:Nichts gelernt

Elternverbände vermissen Konzept des Kultusministeriums für den Schulstart im Herbst.

Die Sommerferien beginnen, doch über Pläne des Kultusministeriums für den Umgang mit der Corona-Pandemie im Herbst ist nichts bekannt. Die bayerische Arbeitsgemeinschaft (Arge) der Elternverbände, zu der die Landes-Eltern-Vereinigung (LEV) der Gymnasien in Bayern, der Landeselternverband bayerischer Realschulen und die Landeselternvereinigung der Fachoberschulen gehören, schlägt daher Alarm und fordert klare Konzepte für unterschiedliche Inzidenzen. "Es kann nicht sein, dass sich das Kultusministerium weigert, für verschiedene Szenarien Planungen und Handlungsspielräume zu erstellen", sagt Hans Hofmann, Mitglied im Vorstands der LEV und Elternbeiratsvorsitzender am Werner-Heisenberg-Gymnasium in Garching. Im vierten Pandemie-Schuljahr dürfe nicht wieder mit Hauruck-Aktionen und sich wöchentlich ändernden Strategien operiert werden, heißt es von der LEV.

Die Elternverbände fordern mehr Verwaltungskräfte zur Entlastung von Schulleitungen und Pädagogen. "An unserer Schule ist eine Lehrerin als Hygienebeauftragte eingesetzt, die die sich immer wieder ändernden Vorgaben des Kultusministeriums umsetzen muss", sagt Hofmann. Sie mache das sehr gut, aber "on top" zu ihrer eigentlichen Arbeit. Auch bei der Digitalisierung sehen die Elternverbände Verbesserungsbedarf. Schulnetzwerke müssten so aufgerüstet werden, dass hybride Unterrichtsszenarien abgedeckt werden könnten und auch ein Streaming aus der Klasse funktioniere. LEV-Vorsitzende Birgit Bretthauer verlangt, dass Schulbücher digital zur Verfügung stehen. Hofmann und Bretthauer plädieren außerdem dafür, Elternbeiräte bei Fragen etwa zum Distanzunterricht einzubeziehen.

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