Süddeutsche Zeitung

Garching:140 Metaller gehen für mehr Lohn auf die Straße

Etwa 140 Angestellte und Gewerkschafter der IG Metall haben am Dienstagvormittag auf dem Gelände der Voith Turbo GmbH & Co. Kg in Garching im Zuge der aktuellen Tarifverhandlungen der Metall- und Elektroindustrie demonstriert. Mit Bannern, Flaggen, Plakaten und Lautsprechern zogen die Demonstranten eineinhalb Stunden vom Firmensitz ausgehend bis zur B471 und wieder zurück - begleitend gab es Zwischenkundgebungen von Gewerkschaftsvertretern, dem Betriebsratsvorsitzenden und einem Ausbilder. Mit Masken und unter Einhaltung der Abstandsregeln sei die Versammlung coronakonform abgelaufen, sagt Daniele Frijia, Gewerkschaftssekretär der IG Metall München und Organisator des Warnstreiks. Erzielen wollen die Demonstranten unter anderem Maßnahmen zur Arbeitsplatzerhaltung, wie die Übernahme von Auszubildenden und die Tarifeinbindung von Dual-Studierenden. Zudem soll die Vier-Tage-Woche als Möglichkeit der Arbeitszeitreduzierung eingeführt werden, einhergehend mit Teil-Lohnausgleichen, so Frijia. Weiter sollen Zukunftsvereinbarungen getroffen werden und es soll eine Entgelterhöhung um vier Prozent geben. Generell soll der Warnstreik, laut Frijia, wirtschaftlichen und öffentlichen Druck auf die Firma Voith Turbo aufbauen, die geforderten Bedingungen für ihre Angestellten zu realisieren. Der Branche und dem Unternehmen gehe es relativ gut, sagt Frijia: "Die Bude brummt." Die IG Metall München veranstaltet bereits in der vierten Woche Demonstrationen - auch virtuell, für alle Betroffenen, die im Homeoffice arbeiten. Weitere Warnstreiks in Münchner Unternehmen folgen, wie die virtuelle Demo bei Linde in Pullach, am heutigen Mittwoch. Bisher freue man sich über hohe Teilnehmerzahlen, sagt Frijia.

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Quelle:
SZ vom 24.03.2021
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