Der Sommer 2015 wurde zum historischen Wendepunkt: Innerhalb weniger Wochen trafen Zehntausende Geflüchtete, viele aus Syrien, Afghanistan und dem Irak, allein in München und der Region ein – an Spitzentagen waren es bis zu 13 000 Menschen. Züge rollten in Minutentakt am Hauptbahnhof ein, während Bürger, Hilfsorganisationen und Behörden gemeinsam eine logistische und menschliche Meisterleistung vollbrachten: Mehr als 4000 freiwillige Helfer arbeiteten rund um die Uhr bis zur Erschöpfung, koordinierten Notunterkünfte, verteilten Wasser, Brot und Trost, organisierten Busse, Züge und Fahrten zu weiteren Orten. Lokale Initiativen und einzelne Helferinnen und Helfer stemmten mit wenig Hilfe von oben die Versorgung im Ausnahmezustand.
Zehn Jahre FlüchtlingssommerWillkommen bei der Menschlichkeit
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Im Sommer 2015 rückten Fremde zusammen, um das Unmögliche möglich zu machen. Heute blicken die Freiwilligen von damals zurück – auf eine Zeit zwischen Erschöpfung, Euphorie und Realität.
Von Sabine Bader, Anja Blum, Daniela Bode, Annette Jäger, Claudia Köstler, Gudrun Regelein und Stephanie Schwaderer, München
