Florian Hahn, CSU-Bundestagsabgeordneter aus dem Wahlkreis München-Land, wird als neuer Staatsminister im Auswärtigen Amt der künftigen Bundesregierung unter dem designierten Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) angehören. Er ist der erste Christsoziale in dieser Funktion.
Der 51 Jahre alte Hahn ist Außen- und Verteidigungsexperte der Partei und seit 2022 auch erster internationaler Sekretär der CSU. Bei seiner neuen Tätigkeit wird der Ottobrunner eng mit dem künftigen Außenminister Johann Wadephul (CDU) zusammenarbeiten.
Die CDU entsendet ebenfalls einen Staatsminister und eine Staatsministerin ins Auswärtige Amt, dabei handelt es sich um Gunther Krichbaum und Serap Güler. Im CSU-Vorstand zeigt man sich erfreut über die Berufung Hahns. „Damit werde die Partei auch außerhalb des Landes noch sichtbarer und einflussreicher“, hieß es am Montag.
Hahn, der schon mit 25 Jahren als Gemeinderat in Putzbrunn sein erstes politisches Mandat übernahm, sitzt seit 2009 im Bundestag. Damals hatte er die CSU-Direktkandidatur für den Wahlkreis München-Land von Georg Fahrenschon übernommen, als dieser bayerischer Finanzminister wurde. Seither gewann Hahn insgesamt fünfmal das Direktmandat, zuletzt bei der Bundestagswahl im Februar 2025 mit 43,1 Prozent der Erststimmen. Von 2018 bis 2021 war er europapolitischer Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, in der jüngsten Wahlperiode dann verteidigungspolitischer Sprecher der Fraktion.
Eng ist nach wie vor seine Verwurzelung in den heimischen Wahlkreis: Hahn ist seit 2014 Mitglied des Kreistags und seit 2015 Kreisvorsitzender der CSU im Landkreis München. Nun wurde er zum ersten Politiker aus dem Landkreis München seit Otto Schily berufen, der einer Bundesregierung angehört, auch wenn Hahn im Gegensatz zum früheren SPD-Innenminister (1998 bis 2005) keine Ressortverantwortung trägt.

