Verkehr:Messe-Besucher parken Feldkirchen zu

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Verkehr: Alles vollgeparkt: Behelfsparkplatz bei Feldkirchen-Ost.

Alles vollgeparkt: Behelfsparkplatz bei Feldkirchen-Ost.

(Foto: Claus Schunk)

Bürgermeister Janson zeigt sich schockiert über Zustände während der Bauma.

Von Anna Maria Salmen, Feldkirchen

Nur wenige Kilometer von der Messe entfernt liegt Feldkirchen "im Kraftfeld dieses wirtschaftlichen Magneten", wie auf der Homepage der Gemeinde zu lesen ist. "Dies bringt Chancen für den Wirtschaftsstandort", heißt es dort weiter. Dass es aber nicht nur eine Bereicherung ist, wenn vor der Haustür eine Großveranstaltung stattfindet, haben die Feldkirchner kürzlich wieder feststellen müssen.

Rund eine halbe Million Menschen aus mehr als 200 Ländern besuchten innerhalb von sieben Tagen die Baumaschinen-Messe Bauma. Die zahlreichen Autofahrer unter ihnen standen vor der Frage, wo sie ihr Fahrzeug parken - und anstatt die offiziellen, kostenpflichtigen Parkflächen der Messe zu nutzen, wichen viele auf private Felder, Spazierwege und Grünstreifen am Feldkirchner Ortsrand aus. Nahezu jede freie Fläche wurde zugeparkt. Ob das erlaubt ist, darum kümmerten sich offenbar die wenigsten. Die von der Gemeinde an einigen Stellen errichteten Absperrungen mit Bändern und Hinweisschildern wurden vielfach ignoriert.

Feldkirchens Bürgermeister Andreas Janson (Unabhängige Wählervereinigung) zeigt sich schockiert über die Dreistigkeit mancher Autofahrer. "Dass sie sich auf private Felder stellen, geht einfach nicht. Das hätten wir so auch nicht gedacht." Vorkehrungen in Form von Sperrungen habe man freilich getroffen, etwa am Parkplatz der gemeindlichen Sportanlage an der Olympiastraße. Zahlreiche Autofahrer hätten diese aber umgangen, weshalb die Mitglieder des Feldkirchner Sportvereins ihren Parkplatz bewacht hätten, wie Janson berichtet.

Die Messe München GmbH verweist auf ihre ausführliche Anfahrtsbeschreibung und das Parkleitsystem. "Das zeigt schon auf der Autobahn an, welche offiziellen Parkplätze noch frei sind", sagt Pressesprecherin Carola Hesse. Zudem gab es ihren Angaben zufolge ausreichend Kapazitäten auf den zentralen Parkflächen - auf Felder und Wege auszuweichen, wäre somit laut Hesse nicht nötig gewesen. "Wir sorgen wirklich vor", betont sie, beispielsweise weise man die Besucher auch darauf hin, dass die Anreise ohne eigenes Auto mit U-Bahnen und Bussen oft die bessere Alternative sei.

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