Süddeutsche Zeitung

Feldkirchen:Gut durch die Krise

Feldkirchen spürt finanziell die Folgen von Corona moderat

Von Anna-Maria Salmen, Feldkirchen

Kämmerer Manuel Wagner hat dem Feldkirchner Gemeinderat am Donnerstag positive Nachrichten übermittelt: "Alles in allem sind wir gut durch die Krise gekommen." Die Auswirkungen der Pandemie seien im Haushaltsplan zwar erkennbar, doch insgesamt stehe Feldkirchen finanziell weiterhin solide da. Einstimmig verabschiedete das Gremium den Haushalt für das Jahr 2021.

Auf knapp 29,6 Millionen beläuft sich laut Plan der Verwaltungshaushalt. Wie hoch die Einnahmen aus der Gewerbesteuer sein werden, lässt sich nach Aussage Wagners aufgrund der Pandemie nur eingeschränkt beurteilen. Seine vorsichtige Schätzung geht von 11,5 Millionen Euro aus. Auch bei der Einkommensteuer sei aufgrund der Kurzarbeit eine verlässliche Prognose schwierig - Wagner rechnet mit knapp sieben Millionen. Die Pandemie verursacht nach Aussage des Kämmerers bei den Steuereinnahmen insgesamt eine Verringerung um rund 2,4 Prozent.

Den größten Ausgabeposten im Verwaltungshaushalt stellt die Kreisumlage dar: Mit gut zehn Millionen steigt die Summe im Vergleich zu 2020 um fast drei Millionen. Für Personal will Feldkirchen heuer knapp neun Prozent mehr ausgeben, rund 4,5 Millionen sind angesetzt, weil mehrere zusätzliche Stellen in der Verwaltung geschaffen werden. Laut Wagner kann der Verwaltungshaushalt aufgrund der Pandemie nicht ausgeglichen werden - eine einmalige Zuführung aus dem Vermögenshaushalt in Höhe von rund 1,7 Millionen sei nötig.

Der Vermögenshaushalt umfasst rund 18,6 Millionen. Vor allem der Bau einer Anlage mit 59 Wohnungen und Senioren-WGs, Mittagsbetreuung und Bürger-Café schlägt sich dort nieder: Rund 12,6 Millionen will die Gemeinde 2021 für die Baumaßnahmen ausgeben. Die gleiche Summe findet sich jedoch in Form eines Zuschusses auf der Einnahmenseite wieder. Zum Ausgleich des Vermögenshaushalts müssen Wagner zufolge knapp 5,7 Millionen aus der Rücklage entnommen werden. Einen Kredit müsse die Gemeinde nicht aufnehmen. Zu Beginn des Haushaltsjahres 2021 hat Feldkirchen 15,5 Millionen in der Rücklage. Gemäß der Finanzplanung soll sie bis 2024 auf rund 2,4 Millionen schmelzen. Der Rückgang ist laut Kämmerer hauptsächlich durch die hohen Investitionen in die Wohnanlage am Raiffeisengelände verursacht.

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Quelle:
SZ vom 01.03.2021
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