Feldkirchen Blumen am Heiligen Grab

Jörg Zimmermann und Günter Fischer beim Aufbau des Heiligen Grabes.

(Foto: Angelika Bardehle)

Mündliche Erzählungen bilden Geschichte des Grabes nach

Zur Geschichte des Heiligen Grabes in der Kirche St. Jakobus der Ältere in Feldkirchen gibt es nur mündliche Erzählungen. So erfuhr Günter Fischer vom Kirchenvorstand nach eigenen Angaben von einer älteren Frau, dass es das Grab seit etwa Mitte der Dreißigerjahre gebe. Wobei sie betont habe: "Beim Hitler war's mal verboten." In der heutigen Form wird das Heilige Grab in der Michaelskapelle seit mindestens 1958 jedes Jahr vom jeweiligen Mesner mit Freiwilligen aufgebaut Der Raum ist der ehemalige Chor der alten Michaelskirche, die 1927 durch den heutigen Neubau der Kirche ersetzt wurde und heute als Taufkapelle dient. Das Grab hat seinen Platz vor dem Tisch des Akanthusaltars und misst mit dem Blumenschmuck etwa zwei Meter in Höhe, Breite und Tiefe. Die Anlage zeigt eine aus Holz gefertigte, bemalte Grabhöhle mit dem Leichnam Jesu, der auf einem ebenfalls aus Holz gefertigten Tuch und auf einem Felsgrund am Boden liegt. Zwei gemalte mannshohe Engel umrahmen den Eingang. Zum Akanthusaltar (um 1700) hin schmücken weiße Blumen den Aufbau. Lange Zeit errichteten auch die Schwestern des Heiligen Herzens Jesu, die bis Anfang der Siebzigerjahre einen kleinen Konvent in Feldkirchen hatten, das Grab; immer wieder auch Frauen aus der katholischen Frauengemeinschaft in St. Jakobus und Mitglieder des Christlichen Männervereins. Früher wurden anstelle der Blumen mit Wasser gefüllte, farbige Glaskugeln verwendet, die durch dahinterstehende Kerzen oder Öllämpchen beleuchtet wurden.

Die Karfreitags-Liturgie in der Kirche St. Jakobus der Ältere in Feldkirchen beginnt um 15 Uhr mit dem Verkauf von Rosen, die als Osterschmuck am Altar abgelegt werden. Am Karsamstag ist von 9 bis 16 Uhr Wache am Heiligen Grab mit stillem Gebet.