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Feldkirchen:Alles schon gehört

Entwurf für Bebauungsplan nimmt nächste Hürde

Drei Wochen sind vergangen, seitdem der Feldkirchner Gemeinderat intensiv über den Bebauungsplan 50 diskutiert hat. Vier Stunden hatten die Debatten über verschiedene Änderungen in Anspruch genommen, von der Festlegung als allgemeines Wohngebiet über die Erhöhung der Grundflächenzahl auf 0,25 bis zur Regelung der maximalen Wandhöhe. Die schriftlichen Stellungnahmen der Bürger konnten die Kommunalpolitiker daher erst in ihrer jüngsten Sitzung besprechen.

Der Bebauungsplan 50 betrifft die Sudetenstraße mit den Hausnummern 44 bis 64 sowie 23a bis 29, die Danziger Straße, die Breslauer Straße, den Königsberger Weg, die Philipp-Holly-Straße und den Riemer Gangsteig 10 bis 20. Der Spagat zwischen Nachverdichtung und zukunftsfähiger Entwicklung auf der einen Seite und Bewahrung des Siedlungscharakters auf der anderen Seite, den die Gemeinde mit den bislang beschlossenen Änderungen erreichen will, beschäftigt die Anwohner noch immer. Bereits vor Beginn der Abwägungen meldeten sich erneut mehrere Grundstückseigentümer zu Wort. Klaus-Dieter Nitsche etwa befürchtet zu starke Veränderungen, sollte der Bebauungsplan in der aktuellen Form gültig werden. Der Feldkirchner forderte daher, Wandhöhe und Grundflächenzahl zu reduzieren sowie statt eines allgemeinen Wohngebiets wieder ein reines Wohngebiet auszuweisen.

Zufrieden mit den Kompromissen, die der Gemeinderat vor drei Wochen beschlossen hatte, zeigte sich hingegen Juan Roderigo. Im Namen mehrerer Grundstückseigentümer, die im vergangenen Dezember einen Sammelantrag für weniger restriktive Vorgaben eingereicht hatten, bedankte er sich für die "Berücksichtigung der Interessenslage der Siedlungseigentümer". Dennoch bat er den Gemeinderat um weitere Freiheiten, besonders in Bezug auf Dachaufbauten und die Mindestgrundstücksgröße, die derzeit auf 400 Quadratmeter festgelegt ist.

Die insgesamt 29 schriftlichen Stellungnahmen der Bürger, die die Gemeindeverwaltung im Anschluss vortrug, thematisierten lediglich Aspekte, die der Gemeinderat bereits in der vergangenen Sitzung abgewogen hatte. Die Lokalpolitiker sahen keinen Anlass, weitere Änderungen vorzunehmen. Nun werden die beschlossenen Punkte sowie die Ergebnisse einer schalltechnischen Untersuchung und eines Erschütterungsgutachtens eingearbeitet. Und auch die Anwohner können sich weiter beteiligen, wenn der Entwurf erneut ausgelegt wird.