Fasching im Münchner UmlandDie Pauke der Vergänglichkeit

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Gerhard Polt und Gisela Schneeberger in Tanz-Ekstase (aus dem Film „Kehraus“).
Gerhard Polt und Gisela Schneeberger in Tanz-Ekstase (aus dem Film „Kehraus“). United Archives / imago images

Der bayerische Antifaschings-Dünkel hat lange filmische Tradition, ist aber nicht ganz fair: Schließlich umweht die fünfte Jahreszeit auch das Bewusstsein von Ende und Abschied.

Kolumne von Udo Watter

Tätä. Helau. Rülps. Die Reputation des Faschings hat im erstaunlichsten Freistaat des Universums nachhaltig unter seiner tragikomischen Darstellung in bayerischen Serien und Filmen der Achtziger gelitten. „Wir hauen auf die Pauke, bis die Pauke kracht, wenn die Alte auch vor Ärger in die Hose macht“, ist ein besonders poetischer Ohrwurm aus „Fast wia im richtigen Leben“. Dazu Gerhard Polt als ins Mikro aufstoßender Prinz: „Der Fasching ist eine Farce.“ Oder die Fremdschäm-Abenteuer des Monaco Franze als „Herr der Sieben Meere“, begleitet vom Leichtmatrosen Kopfeck. Fast unerträglich maliziös auch der Plot in „Kehraus“.

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