Das Kirchheimer Gymnasium wird ein Jahr später fertig als zuletzt geplant. Wie der Zweckverband Staatliche weiterführende Schulen im Osten des Landkreises München mitteilt, können die Schüler den Bau nicht schon in diesem September beziehen. Grund seien „erhebliche Sicherheitsmängel in der Elektrotechnik des Schul- und Turnhallengebäudes“. Ein Sachverständiger habe diese im Januar festgestellt. Nun seien umfangreiche Nachbesserungen nötig.
Ein Umzug später im Schuljahr 2025/2026 sei zwar möglich, so der Zweckverband, im laufenden Betrieb allerdings wohl nicht machbar. Man gehe daher davon aus, dass der Bau erst zum Schuljahr 2026/2027 bezogen wird. Da durch die Wiedereinführung des G9 für das kommende Schuljahr nach Angaben des Zweckverbands 250 zusätzliche Schüler erwartet werden, müsse man nun eine Interimslösung finden. Geprüft werde aktuell unter anderem ein Containerbau auf dem Gelände des bestehenden Gymnasiums.
Bei dem Neubau hat es wiederholt Verzögerungen gegeben. Zum Baubeginn im Jahr 2021 ging man zunächst von einer Fertigstellung im Herbst 2023 aus, später sollte das Gymnasium in jedem Fall vor der Landesgartenschau 2024 bezugsbereit sein. Auch die Kosten sind seit Beginn der Planungen gestiegen: Ursprünglich waren 88 Millionen Euro veranschlagt, mittlerweile liegt man bei mehr als 100 Millionen.
Inwieweit diese Summe durch die erneuten Verzögerungen weiter steigt, ist noch unklar. Der Zweckverband hat nach eigenen Angaben einen Fachanwalt hinzugezogen, um Mehrkosten und Ansprüche zu berechnen und gegebenenfalls die verantwortliche Firma zur Kasse zu bitten.

