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Energiewirtschaft:Fernwärmeleitung in die Waldkolonie

Die Stadtwerke München erweitern ihr Netz nach Putzbrunn

Die Stadtwerke München (SWM) erweitern ihr Fernwärmenetz nach Putzbrunn. Dazu hat das Versorgungsunternehmen aus der Landeshauptstadt jetzt einen Gestattungsvertrag mit der Nachbargemeinde abgeschlossen. Ziel ist es, Neubauten an der Parkstraße in der Waldkolonie künftig mit Geothermie zu versorgen. Das wird durch ein gemeinsames Konzept mit der Katholischen Jugendfürsorge der Erzdiözese München und Freising erreicht, die an der Theodor-Heuss-Straße das Salberghaus und das Clemens-Maria-Kinderheim betreibt.

"Ich freue mich, dass wir in unserer Gemeinde ein Fernwärmenetz aufbauen können, das den Bürgerinnen und Bürgern CO₂-neutrale Wärme vor allem auf Basis Geothermie liefern wird", wird Putzbrunns Bürgermeister Edwin Klostermeier (SPD) in einer Pressemitteilung der Stadtwerke zitiert. Der Ausbau werde eine Herausforderung, nicht zuletzt wegen der notwendigen hohen Investitionen für die Wärmeauskopplung, den Netzbau und den Gebäudeanschluss. "Deshalb ist es ein wirtschaftlicher Glücksfall, dass wir große Gebäude der Gemeinde sowie der Katholischen Jugendfürsorge kombinieren konnten."

Auch Bartholomäus Brieller, Vorstandsvorsitzender der Katholischen Jugendfürsorge, begrüßt die Zusammenarbeit mit der Gemeinde und den Stadtwerken: Die beiden Putzbrunner Einrichtungen wollten sich - nicht zuletzt in ihrer Vorbildfunktion für die von ihnen betreuten Kinder und Jugendlichen - für den Klimaschutz stark machen, so Brieller: "Der Anschluss an das Fernwärmenetz der SWM ist dabei ein wichtiger Schritt in eine lebenswerte und gesunde Zukunft."

Die Stadtwerke München wollen die Münchner Fernwärme nach eigenen Angaben möglichst bis 2035 rein mit erneuerbaren Energien erzeugen, überwiegend mittels Geothermie. Vier der Erzeugungsanlagen befinden sich im südlichen Umland und sollen mittelfristig mit dem Münchner Fernwärmenetz verbunden werden: die Bio-Energie Taufkirchen, das Geothermie-Heizkraftwerk in Sauerlach, sowie die beiden Geothermie-Kraftwerke Dürrnhaar und Kirchstockach, die zu Heizkraftwerken erweitert werden. Zudem betreiben die SWM bereits ein 43 Kilometer langes Fernwärmenetz in Teilen von Taufkirchen, Ottobrunn und Neubiberg sowie ein rund zwölf Kilometer langes Fernwärmenetz in Ottobrunn.

© SZ vom 04.03.2021 / sz
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