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Energieversorgung:Hohenbrunn rüstet sich für den Klimawandel

HohenbrunnÜberwiegend einstimmig hat sich der Umweltausschuss des Hohenbrunner Gemeinderats am Mittwoch für Maßnahmen zur Energieeinsparung und Ressourcenschonung ausgesprochen. So werden ein Klimaanpassungskonzept vorbereitet, weitere Ladestationen für Elektrofahrzeuge sowie Möglichkeiten zur Erweiterung des Fernwärmenetzes geprüft.

Die Gemeinde hat bereits ein integriertes Klimaschutzkonzept. Bei diesem gehe es um die CO₂-Reduktion, also konkreten Klimaschutz, erläuterte Hohenbrunns Klimaschutzexpertin und Bauamtsleiterin Tanja Hellmann. Hingegen bewerte ein Klimaanpassungskonzept, wie sich die Gemeinde vor extremen Klimaereignissen wie Starkregen mit Hochwasser oder Orkan schützen könne.

Ausführlich diskutierten die Gemeinderäte, wo wie viele Ladesäulen für Elektrofahrzeuge aufgestellt werden sollten. Aktuell sind drei öffentliche Säulen mit je zwei Steckdosen - fachmännisch Ladepunkte genannt - geplant: am S-Bahnhof, im Gewerbegebiet Hohenbrunn und am Schul- und Sportcampus Riemerling. Wenzel schlug vor, in Riemerling-West zwischen Gewerbegebiet und Wohnbereich, am Fußballplatz sowie in der Luitpoldsiedlung weitere öffentliche Ladesäulen zu errichten. In Wohngebieten lade jeder in der eigenen Garage, befand der Ausschuss. Nun werden Alternativstandorte geprüft.

Gegen die Stimme von Karlheinz Vogelsang (ÜWG) entschied das Gremium, dass Privatpersonen und Unternehmen maximal 1200 Euro von der Gemeinde als Zuschuss erhalten können, wenn sie E-Ladesäulen aufstellen, die mit Ökostrom oder Photovoltaik betrieben werden. So könnten sich mehrere Hauseigentümer zusammentun. Einmütig befanden die Umwelträte auch, dass Hohenbrunn mehr Anschluss an Fernwärme braucht. Bürgermeister Straßmair soll nun bei den Stadtwerken München (SWM) bewirken, dass im Zuge ihrer Netzerweiterung nicht nur Gebäude entlang der SWM-Haupttrasse angeschlossen werden können, sondern etwa die Feuerwehr, die Grundschule Hohenbrunn und der Kindergarten Kinderwelt sowie umliegende Gebiete.

© SZ vom 14.02.2020

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