Umfrage:Wo versuchen Sie zu sparen?

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Steigende Energie- und Lebensmittelpreise - die SZ fragt Verbraucher nach ihren persönlichen Konsequenzen.

Umfrage: Todor Ivanow

Todor Ivanow

(Foto: Claus Schunk)

Auf Nebenkosten achten

Todor Ivanov, Trockenbauer aus Hohenbrunn: Glücklicherweise ist mein Gehalt gut genug, um meinen derzeitigen Lebensstil einigermaßen zu erhalten. Klar, ich fahre jetzt nicht riesig mit meiner Familie in den Urlaub, aber uns geht es zum Glück wirklich gut. Sparsamer heizen ist schwer für mich, weil meine Wohnung jetzt schon kalt ist - Heizung auslassen geht da einfach schlecht. Dafür versuche ich, bei anderen Nebenkosten mehr auf meinen Verbrauch zu achten, wie zum Beispiel beim Strom. Ich würde mir wünschen, dass wir in Deutschland alle ein bisschen dankbarer sind, in anderen Ländern trifft die Inflation die Menschen nämlich viel schlimmer als uns.

Umfrage: Andi und Angelika Ruland

Andi und Angelika Ruland

(Foto: Claus Schunk)

Nur noch Kachelofen

Andi und Angelika Ruland, Renter aus Dürrnhaar: Ehrlich gesagt sparen wir in allen Bereichen. Gerade bei den Nebenkosten versuchen wir, unseren Verbrauch bewusster zu gestalten. Wir heizen zum Beispiel kaum noch mit Öl, sondern fast nur noch mit unserem Kachelofen. Das hat sogar noch den Pluspunkt, dass es gemütlicher ist. Wir kaufen auch, obwohl wir das vorher schon gemacht haben, noch gezielter ein als vor ein paar Monaten. Also immer mit Liste, Essensplan und Angebote checken. Insgesamt geht es uns immer noch sehr gut und dafür sind wir sehr dankbar. Vielleicht bringt uns Menschen diese Zeit ja sogar bei, das, was wir haben, mehr zu schätzen.

Umfrage: Janet Hörter

Janet Hörter

(Foto: Claus Schunk)

Nachhaltige Kleidung

Janet Hörter aus Höhenkirchen: Ich muss sagen, dass ich schon immer ein sparsamer Mensch war - einfach aus Respekt der Umwelt und anderen Menschen gegenüber. Ich kaufe meist regionale und saisonale Produkte und achte stark auf meinen Energieverbrauch. Deshalb verändert sich für mich momentan gar nicht so viel wie vielleicht für andere Menschen. Etwas, das aber immer relevanter für mich wird, ist nachhaltige Mode. Ich kaufe fast nur noch recycelte oder gebrauchte Kleidung. So kaufe ich weniger und bewusster und hoffe natürlich auch, dass ich länger etwas von den Klamotten habe. Das ist sozusagen im Voraus sparen, weil ich mir damit zukünftige Neukäufe erspare.

Umfrage: Heidi Wimmer

Heidi Wimmer

(Foto: Claus Schunk)

Das Leben genießen

Heidi Wimmer aus Höhenkirchen: Ich muss zugeben, dass ich wirklich schlecht im Sparen bin, was natürlich ein großer Luxus ist. Ich arbeite im Außendienst bei einer Kosmetikfirma und habe ein gutes Gehalt. Dazu kommt, dass ich weder Partner noch Kinder habe und so über das Geld, das ich verdiene, sehr frei verfügen kann. Vor ein paar Jahren wäre ich bei einem schlimmen Autounfall fast gestorben, was mein Verhältnis zum Leben und zu Geld sehr geprägt hat. Ich könnte jederzeit sterben, das ist mir total bewusst. Deshalb versuche ich, das Geld, das ich habe, so gut es geht dazu zu verwenden, das Leben zu genießen, wofür ich sehr dankbar bin.

Umfrage: Alex Pawlik

Alex Pawlik

(Foto: Claus Schunk)

Sparen für später

Alex Hawlik aus Höhenkirchen: Für mich gibt es keine speziellen Bereiche, in denen ich besonders spare. Ich bin von Natur aus eher sparsam und versuche, mein Geld nur für die Dinge auszugeben, die mir wichtig sind. Dafür mache ich auch gerne in Alltagssituationen kleine Abstriche, wie zum Beispiel weniger zu heizen oder kürzer zu duschen. Ich spare eher, indem ich mein Geld in Aktienfonds investiere und mich an einen längerfristigen Sparplan halte. Klar ist das auf den ersten Blick für manche paradox, weil ich ja regelmäßig Geld ausgebe, aber bisher funktioniert das gut für mich. Ich habe das Gefühl, gut für meine Zukunft vorzusorgen, und das gibt mir Sicherheit.

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