Es ist ein schönes Zeichen wider den gegenwärtigen Kulturpessimismus, eine Auszeichnung für Menschen mit Haltung und Herz: Der Landkreis München hat bei einer feierlichen Veranstaltung im Bürgerhaus Oberschleißheim neun Gruppen und 25 Einzelpersonen für ihr ehrenamtliches Engagement im sozialen Bereich gewürdigt. Darunter sind Vereine wie die Ayinger-Gmoa-Kultur oder Kulturgut Grasbrunn, die vornehmlich für ein florierendes kulturelles Leben in ihren Gemeinden verantwortlich zeichnen, aber auch das gesellschaftliche Miteinander im Blick haben.
Mit Ehrennadel und Ehrenurkunde des Landkreises München ausgezeichnet wurden auch Menschen, die sich in der Nachbarschaftshilfe, im Hospizverein, in der Altenpflege oder der Kinder- und Jugendarbeit einsetzen: Nicht zuletzt junge Menschen gehörten zu den Prämierten wie das Schulprojekt „Jung und Alt“, eine Freiwilligen-AG des Gymnasiums Neubiberg, die sich für generationenübergreifenden Austausch einsetzt. „Das, was die heute Geehrten leisten, lässt sich kaum in Worte fassen. Sie schenken Zeit, Aufmerksamkeit und Menschlichkeit – und das in einer Zeit, die von weltweiten Krisen, gesellschaftlichen Spannungen und Unsicherheiten geprägt ist“, wird Landrat Christoph Göbel in der Pressemitteilung des Landkreises zitiert. „Ehrenamtliches Engagement schafft Vertrauen und Zusammenhalt, vor Ort und direkt. Es ist ein unverzichtbares Fundament für unsere Demokratie und unser Gemeinwesen.“
Weitere Gruppen, die ausgezeichnet wurden: die Grünwalder Tafel, die Pullacher Madln, der Vorstand des Alten- und Krankenpflegevereins Oberschleißheim, die Projektgruppe Kinder & Jugend Oberschleißheim, die Eltern-Bibliotheks-AG des Feodor-Lynen-Gymnasiums Planeggs und die Lesepaten der Rupert-Egenberger-Schule in Unterschleißheim. Hinzu kommen noch 25 Einzelpersonen, die „sich weit über das normale Maß hinaus für das Wohl anderer einsetzen – oftmals im Stillen und abseits der öffentlichen Aufmerksamkeit“, wie es in der Mitteilung heißt.

