Coronavirus im Landkreis München:Abschlussfeiern ohne die Eltern

Corona-Lage in den Landkreisen

Aktuell Vgl. Fr.

Infizierte gesamt 15 124 + 12

Infizierte ges. mit Mutanten 2573 + 12

Infizierte aktuell 144 - 19

Tote gesamt 288 + 0

Menschen mit 1. Impfung 141 861 + 32

davon haben 2. Impfung 69 644 + 2981

Impfungen insgesamt 211 505 + 3013

Schulen in Quarantäne 0 +/- 0

Sieben-Tage-Inzidenz 18,3 23,4

Quelle: Landratsamt München

Die Grünen kritisieren, dass die neuen Regeln nur 50 bis 100 Teilnehmer erlauben

Mit großer Vorfreude erwarten die meisten Menschen auch im Landkreis München die Lockerungen der bayerischen Corona-Beschränkungen, die von diesem Montag, 7. Juni, an bei einer stabilen Sieben-Tage-Inzidenz von unter 50 greifen. Doch es gibt auch Kritik an den Maßnahmen der Staatsregierung. So kritisieren die beiden Landtagsabgeordneten der Grünen aus dem Landkreis, Claudia Köhler und Markus Büchler, die neuen Regelungen mit Blick auf die Bedürfnisse von Kindern und Jugendlichen als "ungenügend".

Hintergrund sind die Regelungen bei Zusammenkünften, die künftig gelten. Die Deckelung auf bis zu 50 Menschen in Innenräumen und 100 im Freien, die auch Schulabschlussfeiern treffe, sei "fern der Realität", kritisieren die Grünen. "Obwohl wir große Veranstaltungsorte wie Stadien oder Kulturzentren anbieten könnten, werden Schulveranstaltungen für Jugendliche gedeckelt", kritisieren Büchler und Köhler. Wieder einmal würden Kinder und Jugendliche vergessen, so könnten Eltern und Geschwister nicht mitfeiern. "Das Ganze wird dann noch gekrönt von der Nachricht, dass bei der Fußball-EM dagegen 14 000 Zuschauer erlaubt werden."

Nach den neuen Regeln, die auch im Landkreis gelten, dürfen sich wieder bis zu zehn Menschen unabhängig von der Zahl der Haushalte treffen, Geimpfte und Genesene werden nicht mit eingerechnet. Bei öffentlichen und privaten Veranstaltungen wie Hochzeiten, Geburtstagen, Beerdigungen oder Vereinssitzungen können in Innenräumen bis zu 50 und im Freien bis zu 100 Menschen zusammenkommen, auch hier werden Geimpfte und Genesene nicht mitgezählt. Alle Schulen kehren in den Präsenzunterricht zurück, im Sportunterricht entfällt die Maskenpflicht. Allerdings müssen sich Schüler zwei Mal in der Woche testen lassen. Dies gilt auch für Studierende, die ebenfalls wieder an Präsenzveranstaltungen teilnehmen dürfen. Die Teilnehmerzahl richtet sich nach der Größe des Raums, weil ein Abstand von 1,5 Metern eingehalten werden muss.

Die Innengastronomie öffnet wieder, zudem wird die Sperrstunde von 22 auf 24 Uhr nach hinten verlegt. Am Tisch gilt die allgemeine Kontaktbeschränkung, die Regelungen zur Maskenpflicht bleiben bestehen. In der Hotellerie muss nur noch bei Ankunft ein negativer Test vorgelegt werden.

Solarien, Saunen, Hallenbäder, Indoorspielplätze und Spielhallen dürfen mit einem Infektionsschutzkonzept wieder öffnen. In Gottesdiensten ist der Gesang wieder erlaubt - im Innenraum allerdings mit FFP2-Maske. Sowohl im Freien als auch indoor ist künftig wieder Kontaktsport ohne Gruppenobergrenze erlaubt. In der Kultur und Beim Sport sind bis zu 500 Zuschauer gestattet, allerdings mit der Zuweisung eines festen Sitzplatzes.

© SZ vom 07.06.2021 / müh
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