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Das Virus und die Folgen:Wenn der Partner Corona nicht begreift

Noch schnell beantragen: Entlastungsleistung für Pflege nutzen

Zunehmend einsam: Vor der Pandemie konnten pflegende Angehörige noch leichter Hilfe von außen annehmen, von Freunden oder der Nachbarschaftshilfe. All das ist nun sehr viel komplizierter.

(Foto: Jens Kalaene/dpa)

Wer einen dementen Angehörigen zu Hause pflegt, kämpft derzeit mit besonderen Problemen. Warum Kontakt zur Außenwelt für diese Familien so wichtig ist - und was gegen die Einsamkeit helfen könnte.

Von Anna-Maria Salmen

Als Petra Schneiders Ehemann an Demenz erkrankte, war die Taufkirchnerin gerade einmal 65 Jahre alt. "Das ist einerseits natürlich tragisch, dass das so früh passiert ist. Aber andererseits ging es mir im Vergleich zu anderen noch ziemlich gut, weil ich durch mein verhältnismäßig junges Alter noch so viele Beschäftigungsmöglichkeiten hatte", erzählt die heute 68-Jährige, die eigentlich anders heißt. Sie machte viel Sport, genoss ihr Opernabonnement und besuchte regelmäßig Freunde. All das bot Schneider einen Ausgleich zur Pflege ihres Mannes - nun jedoch ist aufgrund von Ausgangs- und Kontaktbeschränkungen das meiste davon nicht mehr möglich. "Für mich ist jeglicher Spaß verloren gegangen", sagt Schneider.

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