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Caritas:Haus für die Hospizarbeit

Pfarrer Markus Brunner (links mit Bürgermeister Andreas Kemmelmeyer, Katja Goudinoudis und Matthias Hilzensauer) weihte die neue Außenstelle des Zentrums für ambulante Hospiz- und Palliativversorgung ein.

(Foto: Robert Haas)

Die Caritas bezieht einen denkmalgeschützten Bau

Die Caritas hat in Unterföhring ein Faible für denkmalgeschützte Gebäude. Nach dem fast hundert Jahre alten Zindlerhaus am Bahnhof hat die soziale Hilfsorganisation nun auch ein historisches Gebäude an der Münchner Straße 113 Räume bezogen. Dort sind fortan eine Außenstelle des Zentrums für ambulante Hospiz- und Palliativversorgung und die soziale Beratung untergebracht. Am Bahnhof sitzt ein Ableger des Freiwilligenzentrums.

Seit 2011 betreibt die Caritas am Unterföhringer Bahnhof eine Außenstelle des Caritaszentrums München-Ost in Bogenhausen. Im Zindlerhaus wird sich künftig Ruth Burchard um das sogenannte bürgerschaftliche Engagement der Hilfsorganisation kümmern. An der Münchner Straße steht die Begleitung Sterbender sowie deren Familien und Freunde im Vordergrund. Unter der Ägide von Katja Goudinoudis, die die Gesamtleitung des Zentrums für ambulante Hospiz- und Palliativversorgung München-Land und Stadtrand innehat, wollen die Mitarbeiter die Unterföhringer Dependance mit Leben erfüllen. So sollen zum Beispiel in enger Vernetzung mit dem örtlichen Hospizverein und der kommunalen Altenarbeit Trauergruppen aufgebaut werden. Ebenso ist daran gedacht, interkulturelle Hospizbegleiter auszubilden. Bis zu acht Mitarbeiter sollen von Unterföhring aus auch etwa nach Ismaning und Unterschleißheim fahren, um dort zu beraten.

Das ambulante Hospiz- und Palliativzentrum unterstützt schwerstkranke und sterbende Menschen sowie ihre Angehörigen auf ihrem schweren Weg. Dabei stehen die Wünsche, Bedürfnisse und Sorgen dieser Menschen stets im Mittelpunkt des Tuns aller haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiter, wie die Caritas dieses Angebot beschreibt.

Die Mitarbeiter wollen sicherstellen, dass unheilbar und lebensbedrohlich erkrankte Menschen und ihre Angehörigen in der oft schwierigen Phase am Ende des Lebens nicht alleine gelassen und behutsam begleitet werden. "Eine kompetente Beratung, eine gute Versorgung und eine möglichst große Linderung der Leiden - ob körperlich, psychisch, sozial oder spirituell - liegen uns besonders am Herzen." Die Angehörigen werden auch über den Tod des Erkrankten hinaus betreut.