Im mittlerweile fünften Dauerkrisenjahr hatte man eigentlich angenommen, auf alle Fährnisse vorbereitet zu sein. Schließlich zeugen ein paar vergilbte FFP-2-Masken und abgelaufene Schnelltestkits in der Garderobenschublade noch von der Pandemie und im hintersten Regal im Keller stehen noch ein paar Konserven mit Ravioli und Mais, die man vor zwei Jahren besorgt hat, als grundseriöse Menschen wie der Ottobrunner Katastrophenschützer Eduard Klas diagnostizierte: „Irgendwann fällt der Strom aus.“ Die Angst vor dem Blackout im ersten Winter des Ukraine-Kriegs mit Gasmangel und Kraftwerksengpässen war zum Greifen, also packte man als besorgter und fürsorgender Familienvater in der allgemeinen Panik den Einkaufswagen beim Discounter voll, wie die Nachbarn es schon zu Corona-Zeiten mit Klopapier vorexerziert hatten.
Kreis und querRealitätsflucht
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Eine Katastrophe jagt die nächste – und es gibt nicht einmal Bunker. Warum man daher am besten in Grünwald oder Ottobrunn sein sollte, wenn die Welt untergeht.
Kolumne Von Lars Brunckhorst, Grünwald/Ottobrunn
