BrunnthalKinderbetreuung wird teurer

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Vor allem die Betreuung in Kindergärten kommt Eltern in der Gemeinde Brunnthal künftig deutlich teurer.
Vor allem die Betreuung in Kindergärten kommt Eltern in der Gemeinde Brunnthal künftig deutlich teurer. Uwe Anspach/dpa

Die Gemeinde Brunnthal verlangt künftig bis zu 20 Prozent mehr für einen Kita-Platz. Kritik kommt von den Grünen.

Von Angela Boschert, Brunnthal

Kinder sind unsere Zukunft, doch sie verursachen Kosten. Auch für Brunnthaler Eltern, wo die Gebühren für Kinderbetreuung im Herbst erneut steigen. Für die Großtagespflegen und Kinderkrippen sind von 1. September an 15 Prozent mehr zu zahlen und für Kindergärten 20 Prozent. Der Hort und die Mittagsbetreuung werden um zehn Prozent teurer, die Ferienbetreuung kostet zwölf Euro pro Tag und Kind. Dafür bleibt die Geschwisterermäßigung in allen Einrichtungen unverändert, entschied der Hauptausschuss des Gemeinderats mehrheitlich.

Die Gebührenerhöhung sei notwendig, weil die Kosten für Personal, Nebenkosten und Verbrauchsmaterialien mehr angestiegen sind, als sie mit den erhöhten staatlichen Zuschüssen aufgefangen werden können, hieß es zur Begründung. Würde Brunnthal einen höheren Anteil der Kosten freiwillig übernehmen, würde der nächste Gemeindehaushalt möglicherweise nicht genehmigt. Zuletzt waren im vergangenen September die Gebühren für alle Einrichtungen angehoben worden, allerdings nur um fünf bis 15 Prozent.

Einwände gegen die jetzige Planung erhob Hilde Miner von den Grünen. Sie bat, sich nicht am obersten Rand der durchschnittlichen Gebührenanhebungen in den Gemeinden Aying, Hohenbrunn, Sauerlach und Höhenkirchen-Siegertsbrunn zu orientieren, die die Verwaltung vorgelegt hatte. Dieser Durchschnitt liege wegen der großen Erhöhungen in Höhenkirchen-Siegertsbrunn sehr hoch, insbesondere bei den Kindergartengebühren.

Miner betonte, Eltern leisteten mit Kindern besonders viel für die Gesellschaft und die Zukunft. Sie mit Verteuerungen an der Obergrenze wie beispielsweise 184,40 Euro monatlich für sechs Stunden im Kindergarten statt bislang 154 Euro weiter zu belasten, sei falsch. „In dieser Phase kommen höhere Beträge in vielen Sektoren zusammen, die an den Familien zerren“, so Miner. Sie stimmte nur dem unveränderten Geschwisterrabatt sowie den neuen Gebühren für die Mittags- und Ferienbetreuung zu. Die halte sie „für ein erträgliches Maß“.

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