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Brunnthal:Geordnete Verhältnisse

Kommune investiert und bleibt trotzdem so gut wie schuldenfrei

Der Gemeinderat Brunnthal hat am Mittwoch den Haushalt der Gemeinde einstimmig durchgewunken. Grundlage dafür war die nach Besprechungen im November und Dezember angepasste Vorlage von Kämmerer Andreas Haßelbacher, der die Haushaltslage der Gemeinde als "geordnet" bezeichnet. Zwar habe die Gemeinde im vergangenen Jahr wie viele andere Verluste gemacht und werde bis 2024 nicht in der Gewinnzone landen, aber die Verluste würden sich stetig verringern. Das zeige der ebenfalls vorgelegte und befürwortete Finanzplan bis 2024.

Das abgelaufene Jahr 2020 brachte einen ersten Rückgang der Einkommenssteuer-Einnahmen. Auch die Gewerbetreibenden zahlen seit 2017 stetig weniger. Dennoch werden im neuen Jahr 4,6 Millionen Euro an Gewerbe- und 4,1 Millionen an Einkommenssteuer erwartet. Die Grundsteuer beträgt konstant etwa 780 000 Euro. Mit gut einer Million Euro machen staatliche Zuschüsse für die Kinderbetreuung den größten Einnahmeposten aus. Ihnen folgen die Wassergebühren mit 545 000 Euro. Erlöse durch Grundstücksverkäufe und Auflösung verschiedener Sonderposten führen zu Gesamteinnahmen in Höhe von 14,6 Millionen Euro.

Nahezu die Hälfte der angesetzten Ausgaben von 16,4 Millionen Euro machen sogenannte "Transferaufwendungen" aus, darunter die Kreisumlage mit 4,8 Millionen Euro und die Zuschüsse an Vereine, Kindergärten, Hort und Krippe. Die Personalaufwendungen steigen um 10,9 Prozent auf 2,4 Millionen Euro. Die Gemeinde plant den Bau eines Wohnhauses mit Kinderbetreuung im Gebiet Glonner Straße (2,5 Millionen) ein, die Erschließung weiterer Grundstücke dort (615 000) sowie den Kauf von Grund und Boden von Mehrfamilienhäusern in der Fichtenstraße (1,6 Millionen). Die Feuerwehr Brunnthal ist mit einem Erweiterungsbau für 600 000 Euro und Einsatz-, Brand- und Katastrophenschutzfahrzeugen für rund 330 000 Euro budgetiert. Mit circa 3,7 Millionen Euro schlägt die Sanierung der Wasserversorgung zu Buche; die Beteiligung an Unternehmen betreffs Windkraft 300 000 Euro.

Brunnthal sei schuldenfrei, sagte Haßelbacher, die Gemeinde plane nur Wohnbebauung für Einheimische mit zinslosen Krediten. Bis 2024 rechnet der Kämmerer mit Verlusten, die von 1,8 Millionen Euro (2021) auf 650 000 (2024) sinken.

© SZ vom 15.01.2021 / abo
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