Ihre Bilder zeigen weibliche Figuren jenseits vertrauter Klischees – verführerisch, selbstbewusst, energetisch. Manchmal auch verletzlich und stolz, aber sie sind nicht als Objekte des Blicks intendiert – selbst wenn sie im erotischen Kontext posieren –, sondern als präsente, kraftvolle Persönlichkeiten. Die Künstlerin Monika Kaiblinger, in München geboren, im Oberland lebend, sieht sich als feministische Malerin. In der Galerie Kersten in Brunnthal wird an diesem Freitag ihre Ausstellung „Weibsbilder“ eröffnet.
„Ihre Malerei verbindet Ausdruck und Bewegung, Sinnlichkeit und Selbstbewusstsein“, heißt es in der Ankündigung: „Inspiriert durch die Körpererfahrung des Bauchtanzes, den die Künstlerin selbst unterrichtet, entstehen Bilder, die von innerer Energie und fließender Dynamik geprägt sind.“ Auch der Titel „Weibsbilder“ ist mehrdeutig, nicht zuletzt bewegt er sich inhaltlich im Spannungsfeld zwischen despektierlicher Bezeichnung und anerkennender, nämlich dann, wenn das „Weibsbild“ erotische Stärke und Frechheit ausstrahlt.
„Meine Frauen sind schön und wehrhaft“, wird Kaiblinger im Katalog zur Ausstellung zitiert. Kein Wunder, dass sie auch gern Bond-Girls als Motive wählt, die ja im Kontext weiblicher Selbstbestimmtheit eine ambivalent progressive Rolle gespielt haben und neben ihren sinnlichen und Action-Qualitäten auch immer wieder absurd schlüpfrige Namen wie Pussy Galore, Xenia Onatop und Holly Goodhead haben.

Kaiblinger, die neben der Kunst auch den Tanz zu ihrer Passion zählt und Mitbegründerin des „Zentrums für Orientalischen Tanz“ in München war, arbeitet gern mit leuchtenden Farbflächen und starken Kontrasten. Ihre Werke werden beschrieben als „eine Einladung, Weiblichkeit in Bewegung zu sehen und in ihrer Vielfalt zu feiern.“
Die Weihnachtsausstellung der Galerie Kersten in Brunnthal, Otterloher Straße 6, dauert von 5. Dezember bis 10. Januar. Weitere Information gib es unter https://galerie-kersten.de/.

