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Bildung in Unterföhring:Das Feld ist bestellt

Die ersten eigenen Kartoffeln: Acker-Coach Aurelia Fellbrich zeigt den Schülern Tom, Selma und Noëlle im Schulgarten in Unterföhring, wie sie die Frucht ihrer Mühen ernten können.

(Foto: Sebastian Gabriel)

Im Projekt "Gemüse-Ackerdemie" lernen Schüler, wo unser Essen herkommt

Es ist wie ein Wunder. Eben erst wurden die Setzlinge ausgebracht und der Samen in den Boden gesteckt: Und schon wächst einem das Gemüse über den Kopf. Das Projekt "Gemüse-Ackerdemie" soll Schülern nahebringen, wie sehr die Menschen von der Natur abhängig sind und woher das Essen auf dem Teller kommt. Bei einem Pflanztermin an der Grundschule Unterföhring ging es darum, das Projekt bekannt zu machen. Landrat Christoph Göbel war eingeladen und Bürgermeister Andreas Kemmelmeyer. Während die Kinder den Spaten ansetzten, erläuterte die stellvertretende Schulleiterin Nina Lokare gemeinsam mit Ernährungsberaterin Anne Kösler vom Landratsamt und Projektkoordinatorin Silvia Mayr, warum es so wichtig ist, mehr über Selbstversorgung zu wissen.

Kinder und Jugendliche entfremdeten sich zunehmend von der natürlichen Nahrungsmittelproduktion und deren Zusammenhängen, schreibt das Landratsamt. Nur wenige wüssten, wo ihre Lebensmittel wirklich herkommen. Wissenschaftliche Studien belegten, dass fehlendes Wissen zu ungesundem Essverhalten und Erkrankungen wie Adipositas oder Herz-Kreislaufstörungen führten. Gefördert werden im Landkreis München in dem Projekt "Gemüse-Ackerdemie" insgesamt zehn Schulen über eine Dauer von zwei bis drei Jahren. Acht Schulen haben das Projekt wie in Unterföhring bereits gestartet, zwei weitere folgen im kommenden Jahr. Nach Ende des Förderzeitraums sollen die Schulen ihre Schuläcker dann eigenständig weiterführen.

© SZ vom 21.07.2020 / SZ

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