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Bezirkstagswahl:CSU verteidigt beide Sitze

CSU-Bezirksträtinnen Ilse Weiß (links) und Karin Hobmeier.

(Foto: Claus Schunk)

Ilse Weiß und Karin Hobmeier holen Direktmandate trotz hoher Verluste.

Die CSU im Landkreis hat beide Direktmandate für den Bezirkstag von Oberbayern verteidigt. Allerdings mussten analog zur Landtagswahl sowohl Ilse Weiß im Stimmkreis München-Land Süd als auch Karin Hobmeier im Norden erhebliche Verluste hinnehmen. Weiß kam auf 31,1 Prozent der Erststimmen und verlor damit im Vergleich zur Bezirkstagswahl von vor fünf Jahren nahezu 17 Prozentpunkte; Hobmeier rutschte von 43,9 Prozent im Jahr 2013 auf 31,3 Prozent ab.

Dramatisch waren auch die Verluste der Sozialdemokraten sowohl bei den Erst- als auch bei den Zweitstimmen - denen massive Gewinne vor allem der Grünen gegenüberstehen. Im Stimmkreis Nord kam der Sozialdemokrat Günther Rödig nur noch auf 11,4 Prozent der Erststimmen (2013: 21,7 Prozent), die SPD-Kandidatin Ramona Greiner erreichte im Süden 9,7 Prozent. Etwa zehn Prozentpunkte konnte die Grüne Frauke Schwaiblmair im Norden zulegen, sie kam auf 20,8 Prozent - ihr Parteifreund Martin Wagner sicherte sich im Süden sogar 24 Prozent der Erststimmen. Die Auszählung der Stimmen läuft noch, der Einzug der beiden Grünen in den Bezirkstag über die Liste gilt als wahrscheinlich.

Wie auch bei der Landtagswahl konnten die Freien Wähler zulegen. Florian Ernstberger steigerte das Erststimmenergebnis im Süden um vier Punkte und kam auf zehn Prozent. Sonja Dirl durfte sich im Norden sogar über 11,7 Prozent freuen. Für die FDP holte Gabriela Berg im Süden 10,1 Prozent und Gerd Kleiber im Norden 8,0 Prozent, für die AfD Rainer Gross im Norden 7,6 Prozent und Martin Schmid im Süden 6,9 Prozent der Erststimmen.

Die Wahlbeteiligung war im Süden mit 80,6 Prozent enorm hoch; im Norden gingen nahezu 75 Prozent der Wahlberechtigten an die Urne.