Der Bedarf an sozialpädagogischer Unterstützung im schulischen Bereich wächst: Vom kommenden Schuljahr an wird es daher nun auch an der Berufsschule München-Land erstmals eine befristete Vollzeitstelle für Jugendsozialarbeit geben, heißt es in einer Pressemitteilung des Landratsamts. Jugendsozialarbeiter kooperieren eng mit den Lehrkräften und sind Anlaufstelle bei Problemen im schulischen oder privaten Umfeld. Sie bieten Einzelberatungen für Schülerinnen und Schüler und ihre Eltern, arbeiten punktuell aber auch mit Schülergruppen.
An der Berufsschule werden insbesondere junge Menschen im Fokus stehen, die Schwierigkeiten haben, einen Ausbildungsplatz zu finden, bei denen das Bestehen der Probezeit gefährdet ist oder die ihren Praktikums- oder Ausbildungsplatz zu verlieren drohen. Lehrkräfte berichten dem Landratsamt zufolge zudem von einer Zunahme psychosozialer Belastungen bis hin zu Selbstgefährdungstendenzen bei den Berufsschülern. Diese Entwicklung habe die Schulleitung veranlasst, einen Antrag auf Jugendsozialarbeit zu stellen.
Die Berufsschule München-Land umfasst die Staatliche Berufsschule in Riem sowie eine Außenstelle in Feldkirchen, an der sich unter anderem die Berufsintegrationsklassen und die Berufsfachschule für Kinderpflege befinden. Im Landkreis München gehören sozialpädagogische Fachkräfte an fast allen Schulen – von der Grundschule übers Gymnasium bis zum Förderzentrum – zum Alltag. Im aktuellen Haushaltsjahr stellt der Landkreis rund 5,2 Millionen Euro für die Jugendsozialarbeit an Schulen bereit. Für die Stelle an der Berufsschule München-Land übernimmt er die gesamten Kosten, weil er deren Träger ist.
