Landkreis MünchenBerufsschule erhält Jugendsozialarbeiter

Der Landkreis München schafft zum Schuljahr 2025/26 eine Vollzeitstelle. Ein Schwerpunkt der Arbeit soll die Unterstützung bei Problemen mit dem Ausbildungsplatz sein.

Von Daniela Bode, Riem/Feldkirchen

Der Bedarf an sozialpädagogischer Unterstützung im schulischen Bereich wächst: Vom kommenden Schuljahr an wird es daher nun auch an der Berufsschule München-Land erstmals eine befristete Vollzeitstelle für Jugendsozialarbeit geben, heißt es in einer Pressemitteilung des Landratsamts. Jugendsozialarbeiter kooperieren eng mit den Lehrkräften und sind Anlaufstelle bei Problemen im schulischen oder privaten Umfeld. Sie bieten Einzelberatungen für Schülerinnen und Schüler und ihre Eltern, arbeiten punktuell aber auch mit Schülergruppen.

An der Berufsschule werden insbesondere junge Menschen im Fokus stehen, die Schwierigkeiten haben, einen Ausbildungsplatz zu finden, bei denen das Bestehen der Probezeit gefährdet ist oder die ihren Praktikums- oder Ausbildungsplatz zu verlieren drohen. Lehrkräfte berichten dem Landratsamt zufolge zudem von einer Zunahme psychosozialer Belastungen bis hin zu Selbstgefährdungstendenzen bei den Berufsschülern. Diese Entwicklung habe die Schulleitung veranlasst, einen Antrag auf Jugendsozialarbeit zu stellen.

Die Berufsschule München-Land umfasst die Staatliche Berufsschule in Riem sowie eine Außenstelle in Feldkirchen, an der sich unter anderem die Berufsintegrationsklassen und die Berufsfachschule für Kinderpflege befinden. Im Landkreis München gehören sozialpädagogische Fachkräfte an fast allen Schulen – von der Grundschule übers Gymnasium bis zum Förderzentrum – zum Alltag. Im aktuellen Haushaltsjahr stellt der Landkreis rund 5,2 Millionen Euro für die Jugendsozialarbeit an Schulen bereit. Für die Stelle an der Berufsschule München-Land übernimmt er die gesamten Kosten, weil er deren Träger ist.

© SZ/dabo - Rechte am Artikel können Sie hier erwerben.
Zur SZ-Startseite

Nach Warnung des Gesundheitsamtes
:Droht München eine Masern-Epidemie?

Weil ein mit Masern Infizierter zwei Möbelhäuser am Münchner Stadtrand und weitere Geschäfte besucht hat, warnt das Gesundheitsamt Kunden, die zur selben Zeit am Ort waren. Worauf diese nun achten sollten, wie sie sich zu verhalten haben und wie groß die Gefahr einer Ansteckung ist.

SZ PlusVon Bernhard Lohr

Lesen Sie mehr zum Thema

  • Medizin, Gesundheit & Soziales
  • Tech. Entwicklung & Konstruktion
  • Consulting & Beratung
  • Marketing, PR & Werbung
  • Fahrzeugbau & Zulieferer
  • IT/TK Softwareentwicklung
  • Tech. Management & Projektplanung
  • Vertrieb, Verkauf & Handel
  • Forschung & Entwicklung
Jetzt entdecken

Gutscheine: