Berufsausbildung Rekord an Lehrlingen

Es gibt wieder mehr junge Leute, die eine Ausbildung machen wollen.

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IHK-Chef Christoph Leicher lobt die Integration Geflüchteter in den Arbeitsmarkt.

Von Martin Mühlfenzl, Kirchheim

Die Zahl der Neuverträge von Auszubildenden in den Betrieben aus Industrie, Handel und Dienstleistungen ist das zweite Jahr in Folge im Landkreis München angestiegen. Insgesamt 1507 Auszubildende haben im vergangenen Jahr einen Ausbildungsvertrag abgeschlossen, vermeldet die Industrie- und Handelskammer für München und Oberbayern (IHK); das ist im Vergleich zum Vorjahr ein Plus von 3,9 Prozent. Lediglich 258 Lehrstellen blieben aufgrund fehlender Bewerber zum Stichtag 30. September unbesetzt. Laut IHK wurden mit 1024 Verträgen die meisten Ausbildungsstellen im kaufmännischen Gewerbe besetzt, 483 Bewerber fanden einen Platz in gewerblichen Ausbildungsberufen.

Christoph Leicher, Unternehmer aus Kirchheim und Vorsitzender des IHK-Regionalausschusses für den Landkreis München, freut sich über den Anstieg bei den Ausbildungsverträgen. "Es ist ein starkes Signal, dass wir nun im zweiten Jahr in Folge wieder mehr Neuverträge im Landkreis haben", sagt Leicher. Besonders beliebt sind bei Jugendlichen Ausbildungen als Kaufleute für Büromanagement, Groß- und Außenhandelskaufleute und Fachinformatiker.

Der neue Ausbildungsbus ist unterwegs

"Der Wettbewerb um Auszubildende ist für die Betriebe zwar alles andere als einfach, aber angesichts des leer gefegten Arbeitsmarktes eine sehr gute Investition." Leicher ist überzeugt davon, dass die Aktivität der IHK gemeinsam mit anderen Partnern und den Betrieben für ein besseres Image der Ausbildung endlich ihre Wirkung zeigen. "Besonders stolz sind wir im Landkreis auf unseren neuen Ausbildungsbus, den wir gemeinsam mit dem Landratsamt organisieren", sagt Leicher. Kommende Woche besuchen damit zwei Schulklassen sechs Betriebe im Landkreis.

Äußerst zufrieden ist der IHK-Chef auch angesichts der hohen Zahl Geflüchteter, die mittlerweile in Ausbildung sind. "Unter den 1507 Azubis sind heuer auch 176 Jugendliche aus fluchtwahrscheinlichen Herkunftsländern", sagt Leicher. "Das sind über elf Prozent. Aktive Integrationsarbeit in der heimischen Wirtschaft ist gelebte Realität."