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Behindertenbeirat:Wahlen in Hohenbrunn

Behindertenbeirat wird nach drei Jahren neu aufgestellt

Mit Freude habe man vor drei Jahren zur Kenntnis genommen, dass sich in Hohenbrunn wie in vielen anderen Kommunen des Landkreises ein Behindertenbeirat gründete. Das betont Frauke Schwaiblmair, Vorsitzende des Behindertenbeirats im Landkreis München. Diesen Mittwoch, 13. März (18 Uhr), stehen erstmals Neuwahlen an. Die Wahlversammlung findet in der Aula der Grundschule Riemerling, Georginenstraße 4, statt.

Die UN-Behindertenrechtskonvention fordert die Teilhabe von Menschen mit Einschränkungen in allen Lebensbereichen. Um dies zu ermöglichen, ist jede Kommune gefordert, betroffenen Bürgern die Möglichkeit zu geben, politische und verwaltungstechnische Entscheidungen beratend zu begleiten. Frauke Schwaiblmair, die für die Grünen im Kreistag sitzt, betont die Bedeutung der Umsetzung jener Konvention: "Wir erleben auf Landkreisebene, wie wichtig die ehrenamtliche Beratung durch Menschen mit Behinderung für die Kreisverwaltung ist. Hohenbrunn kann sich glücklich schätzen, diesen Beirat zu haben", sagt die Gräfelfingerin.

Der noch amtierende Vorstand, bestehend aus Gudrun Tomlinson, Maria Künzel und Wolfgang Mathis, hat einige Themen auf den Weg gebracht und doch ist noch viel zu tun: Insbesondere soll die Zusammenarbeit mit den Vereinen, Verbänden, Nachbarschaftshilfe, Helferkreis Asyl und den Schulen und Kirchengemeinden intensiviert werden. Für die künftige Vorstandsarbeit werden weitere Kandidaten gesucht, die Freude an einer Mitarbeit hätten. Gewählt werden können alle volljährigen Bürger aus Hohenbrunn, die selbst eine Schwerbehinderung haben oder deren gesetzliche Vertreter und Menschen, die "einer Schwerbehinderung gleichgestellt sind". "Nur wenn sich Bürger mit Behinderung aktiv an der Gestaltung ihres Lebensumfeldes einmischen, kommen wir dem Ziel einer inklusiven Gemeinde näher", sagt Frauke Schwaiblmair.

© SZ vom 13.03.2019 / sz
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