Bauen und Wohnen:Radl-Garagen im Vorgarten

Unterschleißheim kommt Reihenhaus-Besitzern entgegen

Die Stadt Unterschleißheim kommt all denen entgegen, die gerne mit dem Fahrrad fahren und für ihr Gefährt auch eine Unterstellmöglichkeit vor ihrem Haus haben wollen. Der Bauausschuss des Stadtrats hat deshalb beschlossen, dass die Verwaltung bei bereits bestehenden Gebäuden künftig ein Auge zudrückt und es damit ermöglicht, Fahrradabstellanlagen etwa vor Reihenhäusern zu schaffen. Diese dürfen bis zu fünf Quadratmeter groß sein und die Vorgaben des Bebauungsplans dürfen überschritten werden, wenn wenigstens die Hälfte des Vorgartens am Ende noch unversiegelt ist. Die Zahl der Radfahrer nimmt in Unterschleißheim zu. Das registriert die Stadtverwaltung und sieht sich vermehrt auch Anfragen gegenüber, für die Fahrräder an den Wohnhäusern Abstellflächen und -häuschen zu schaffen. Eine Genehmigung ist bisher aber wegen der Vorgaben in den Bebauungsplänen oft gar nicht möglich. Bei vielen Reihenhäusern sei schon jetzt die Grundflächenzahl überschritten, heißt es. Um in Zukunft nicht viele Einzelfallentscheidungen treffen zu müssen, hat die Stadt nun eine flexiblere Regelung beschlossen.

Damit kommt man freilich wieder an Grenzen, was den Wunsch auf möglichst geringe Versiegelung von Flächen angeht. Man werde nicht für alle Probleme eine Lösung finden, erklärte ein Vertreter aus dem Bauamt, als darauf die Rede kam. Bernd Knatz (ÖDP) hatte gefragt, was man denn zu tun gedenke, wenn jetzt schon der Vorgarten mit Pflaster zu sei. Das Bauamt will dann weiterhin auch nach Ermessensspielraum handeln. Bei Neubauten regelt seit einigen Jahren eine Fahrradabstellplatzsatzung, was erlaubt und gefordert ist.

© SZ vom 10.08.2021 / belo
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