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Baierbrunn:Raus aus der Blase

isartaler

Wollen der Isar musikalisch von der Quelle bis zur Mündung folgen - die stilecht gewandeten Isartaler.

(Foto: Isartaler)

Nach langer Zwangspause plant die Isartaler Blasmusik im Sommer eine Konzertreise den Fluss entlang

Die Isartaler Blasmusik hat sich seit vielen Jahrzehnten auf die Fahnen geschrieben, bayerische Lebensart, Kultur und Musik authentisch und vielseitig zu repräsentieren - ob in München, Japan, Dubai, den USA oder Namibia, ob im Rundfunk, Fernsehen oder Film. Die populäre Blaskapelle, die Adi Stahuber junior 2010 von seinem 2019 verstorbenen Vater und Ensemble-Gründer Adi Stahuber senior übernommen hat, ist natürlich derzeit auch in ihrer Proben- und Konzerttätigkeit eingeschränkt und an Reisen ins Ausland oder gar nach Übersee ist momentan ebenfalls kaum zu denken.

Das in Baierbrunn beheimatete Ensemble plant indes für den Sommer eine musikalische Reise in der Heimat: "Wir hoffen sehr, dass wir im Juli unser Publikum und unsere Freunde treffen und zusammen unbeschwerte Momente genießen können", erklärt Adi Stahuber. Seine Isartaler folgen im Hochsommer gleichsam dem schönen Fluss, nach dem sie benannt sind - von der Quelle im Karwendel bis zur Mündung in die Donau bei Deggendorf - mit Auftritten und Konzerten an besonderen Orten: "292 Kilometer und gute Unterhaltung", verspricht Stahuber. Mit dem Marsch "Mein Heimatland" wurde die Sommerreise kürzlich in der Sendung "So schön klingt Blasmusik" auf BR Heimat angekündigt. Die Blasmusiker werden an den Wochenenden im Juli - vom 9. bis zum 31. Juli 2021- an Orten entlang der Isar auftreten. Die Idee dazu wurde auch unter dem Eindruck der Corona-Situation geboren. "Nach dann mehr als einem Jahr Corona-Krise ist es mehr als an der Zeit, dass die Menschen wieder fröhlich zusammenkommen und Live-Kultur genießen können", so Stahuber.

Die Konzerttournee dient zudem einer guten Sache. Alle Veranstaltungen sind kostenlos, es werden aber Spenden gesammelt und der Reinerlös geht an den Verein "Sternstunden" des Bayerischen Rundfunks. Die Auftritte finden unter Corona-konformen Bedingungen statt. Für jedes Open-Air-Konzert wird es einen Ausweichkonzertort im Falle von schlechtem Wetter geben. Bislang stehen bereits Auftritte in Lenggries, Bad Tölz, Geretsried, Irschenhausen, Baierbrunn-Buchenhain, München, Landshut, Landau und einigen anderen Orten fest. "Wir haben aber Luft für weitere Termine, wenn man uns noch woanders hören möchte", erklärt Adi Stahuber. "Und sehen", fügt er lächelnd hinzu. Denn ob in Dirndl und Lederhose oder im weißen Dinnerjacket, der Auftritt der Isartaler ist nicht nur in musikalischer Hinsicht, sondern auch optisch durchaus abwechslungsreich.

© SZ vom 27.03.2021 / wat
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