Baierbrunn:Müllgebühren steigen

Die Gemeinde verlangt 20 Prozent mehr, weil Kosten etwa bei der Entsorgung steigen.

Nicht nur die schönen Dinge des Leben werden teurer. Auch die Entsorgung unschöner Dinge fordert, nicht zuletzt aufgrund der allgemeinen wirtschaftlichen Entwicklung, zunehmend ihre Kosten. Die Abfallgebühren in Baierbrunn werden von 2022 an deswegen deutlich erhöht. Das beschloss der Gemeinderat nach längerer Diskussion in seiner jüngsten Sitzung einstimmig. Da die Kalkulation für den Haushaltsplan 2022 eine Unterdeckung von knapp 49 000 Euro ergab und die Gemeinde verpflichtet ist, kostendeckend zu wirtschaften, bleibt laut Verwaltung keine andere Wahl, als über die Erhöhung der Müllgebühren einen Ausgleich zu schaffen. Das bedeutet etwa: bei einer Restmülltonne mit einem Volumen von 60 Litern eine Steigerung von 138 Euro auf knapp 166 Euro, bei einer 80-Liter-Tonne von 180 auf 216 Euro, bei einer 120 Liter-Tonne von 226 Euro auf 271 Euro. Gründe für die Gebührenerhöhung sind außer allgemeinen Preissteigerungen mehr Abholtermine beim Sperrmüll, Unterdeckungen aus den Jahren 2019 und 2020, Steigerung der Betriebskosten, Kostensteigerungen bei der Entsorgung von E-Schrott und geringere Papiereinnahmen aus 2019 und 2020. Im Vergleich zu übrigen Landkreiskommunen liegt die Gemeinde Baierbrunn, die einen Wertstoffhof in Buchenhain betreibt, laut Informationen aus dem Rathaus auch nach der Gebührenerhöhung im Mittelfeld. Zuletzt fand in Baierbrunn eine Abfallgebührenerhöhung zum 1. Januar 2020 statt, mit der relativ deutlichen Erhöhung um 20 Prozent, hofft man nun, für die Jahre 2022 und 2023 eine stabilen Rahmen geschaffen zu haben.

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