Er hätte der Höhepunkt des Baierbrunner Jubiläumsjahres werden sollen, aber er wird nun ausfallen: Der Mittelaltermarkt mit Drohnenshow, der auf das Wochenende vom 24. bis 26. Juli terminiert war, wird aus Sicherheitsgründen abgesagt. So wie die groß dimensionierte Veranstaltung auf dem Gelände zwischen Autohäusern und der B11 (Am Wirthsfeld) geplant war, wäre das Risiko angesichts der erwarteten hohen Besucherzahlen zu hoch gewesen. „Das ist in vielerlei Hinsicht bitter. Aber Sicherheit hat für uns oberste Priorität“, erklärt Baierbrunns Bürgermeister Patrick Ott (ÜWG).
Als jetzt die Verwaltung nochmals das endgültige Veranstaltungskonzept durch eine zusätzliche Sicherheitsprüfung von Event-Experten abschließend prüfen ließ, wurden erhebliche neue Probleme und Sicherheitsmängel festgestellt. Diese hätten laut Aussage der Prüfer auch mit hohem Aufwand nicht beseitigt werden können oder zu einer enormen Kostensteigerung geführt. Es ging dabei auch um adäquate Einzäunung, ausreichend Security und die Besuchersteuerung.
Geplant war, für das Mittelalterfest, das auf einem weitgehend offenen, nur zur B11 hin abgeschirmten Gelände stattgefunden hätte, keinen Eintritt zu erheben. Auch weil sich die Anzeichen verdichteten, dass man mit einem hohen Besucherandrang rechnen musste – in der Mittelalter-Community wurde etwa fleißig dafür geworben – wäre die Lage angesichts der örtlichen Gegebenheiten nicht vollständig kontrollierbar gewesen. „Wir hatten uns sehr auf diese große und ganz besondere Veranstaltung gefreut. Gerade für Kinder und Jugendliche, aber auch für unsere Familien wäre dies ein besonderes Erlebnis geworden“, bedauert Ott.
Auf den Bürgermeister, der sich, auch gegen Widerstände im Gemeinderat, besonders für dieses kostenintensive und für Baierbrunner Verhältnisse spektakuläre Fest eingesetzt hatte, werden nun kritische Fragen zukommen. „Wir werden jetzt mit dem Gemeinderat prüfen und darüber nachdenken, wie wir das Jubiläum im Herbst noch für die breite Öffentlichkeit und besonders die Familien anständig feiern können als Ersatz dafür“, sagt Ott. Ein kleiner Trost: Zumindest die Drohnenshow wird wohl in jedem Fall nachgeholt.

