Baierbrunn Kein Job für nebenbei

Baierbrunns Bürgermeister Wolfgang Jirschik. Illustration: Alper Özer; Foto: Claus Schunk

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Der Bürgermeister soll zukünftig hauptamtlich arbeiten

Die Gemeinde Baierbrunn hat ein Alleinstellungsmerkmal im Landkreis München: Sie ist die einzige Kommune, in der das Bürgermeisteramt noch ehrenamtlich ausgeübt wird. Freilich deutet alles darauf hin, dass das von der kommenden Wahl an nicht mehr so sein wird und der künftige Rathauschef seinen Job hauptamtlich erledigen wird. Davon geht jedenfalls Bürgermeister Wolfgang Jirschik (Überparteiliche Wählergruppe) aus, der im März 2018 außerzyklisch gewählt worden war, da Vorgängerin Barbara Angermaier im Herbst 2017 hingeworfen hatte: "Die Anfrage wird im Gemeinderat kommen." Jirschik selbst wird nicht mehr antreten, der 69-Jährige hätte ohnehin die Altersgrenze überschritten, für hauptamtliche Bürgermeister gilt derzeit die Altersgrenze von 65 Jahren, sie wird 2020 auf 67 angehoben.

Die BIG (Baierbrunner und Buchenhainer Interessen Gemeinschaft), die derzeit vier Sitze inne hat und aus deren Reihen Angermaier kam, unterstützt die Tendenz. "Wir sind im Gemeinderat mehr oder weniger einhellig der Meinung, dass ein hauptamtlicher Bürgermeister notwendig ist", sagt Hans-Peter Hecker. Einen Kandidaten gibt es noch nicht. Man darf aber davon ausgehen, dass die BIG, die 2018 keinen Kandidaten stellte, wieder mit einem eigenen Aspiranten ins Rennen gehen wird. Gleiches gilt für die CSU. Ortsvorsitzender Felix Maiwald, der 2018 als Kandidat gegen Jirschik unterlegen war, will aber im Moment noch nichts konkretisieren. Nur soviel: "Wir werden mit Frauenpower, bekannten und neuen Gesichtern, und deutlich verjüngt in die Kommunalwahl 2020 starten." Auch bei den Grünen sind Pläne und Listen noch nicht weit gediehen. Peter Tilmann, der 2018 gegen Jirschik und Maiwald angetreten war, erklärte, man habe nichts gegen einen ehrenamtliche Bürgermeister, weil das "wohl Kosten spare". Allerdings: "Wenn es einen hauptamtlichen Bürgermeister geben wird, dient das der Erweiterung des Kandidatenpools."