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Baierbrunn:Genug Geld für die Schule

Baierbrunn verzeichnet heuer höhere Steuereinnahmen

Von Claudia Wessel, Baierbrunn

Im Haushalt 2020 kann die Gemeinde Baierbrunn 914 294 Euro in den Vermögenshaushalt überführen. So hoch ist der Überschuss aus dem Verwaltungshaushalt. Das erläuterte Kämmerin Vanessa Schlesies im Haupt- und Finanzausschuss des Gemeinderats. Der Überschuss resultiert aus der Steigerung der Gewerbesteuereinnahmen von 3,4 auf 4,8 Millionen Euro, der Steigerung der Einkommenssteuer um 96 000 Euro sowie der Reduzierung der Kreisumlage von 5,2 auf 3,3 Millionen Euro. Weiterhin trägt die geringe Gewerbesteuerumlage dazu bei. Der Verwaltungshaushalt beläuft sich auf 12,1 Millionen Euro.

Im Vermögenshaushalt werden 2,2 Millionen Euro aus den Rücklagen entnommen, die Ausgaben betragen 3,5 Millionen Euro. Zum Jahresende werden noch 12,5 Millionen Euro Rücklagen vorhanden sein. "Damit stellen die Rücklagen auch in Zukunft eine bedeutende Finanzierungshilfe für die künftigen Maßnahmen und Investitionen dar", so Schlesies.

Eine solche Investition ist etwa die Sanierung des Rathauses. Hier werden unteranderem die Fassaden überarbeitet und die Fenster im Altbau ausgetauscht. Dafür sind im Haushalt 2020 circa 261 000 Euro vorgesehen, für die Jahre 2021 bis 2023 weitere 15 000. Seit 2011 beschäftigt sich außerdem der Gemeinderat mit der notwendigen Erweiterung beziehungsweise mit einem eventuellen Neubau der Grundschule. Für die Nachmittagsbetreuung fehlt Platz, zurzeit residiert sie in Containern. Bisher wurden mehrere Varianten an verschiedenen Standorten erarbeitet und vorgestellt. Geplant ist das Angebot einer offenen Ganztagsschule. Im Haushalt 2020 sind für die Planung 341 500 Euro vorgesehen. In den Jahren 2021 bis 2023 sind nochmals 456 000 Euro für die Grundschule eingeplant. Noch 2020 soll ein Architektenwettbewerb stattfinden. 2021 möchte man sich der Vorplanung und Entwurfsplanung widmen, die 2022 abgeschlossen werden soll. 2023 soll das Vergabeverfahren stattfinden. Als Baubeginn ist 2025 geplant.

Auch das Sport- und Bürgerzentrum muss saniert werden. Dafür sind 105 000 Euro eingeplant. Die Umkleiden und der Gymnastikraum werden für circa 150 000 Euro neu gebaut. Ein neuer Kunstrasenplatz wird etwa 65 000 Euro kosten. Am Bauhof und an der Ahornstraße soll bezahlbarer Wohnraum entstehen. Dafür sind 222 000 Euro für 2020 eingeplant. 2021 bis 2023 werden hierfür weitere 2,6 Millionen Euro fällig. Einige der Gemeindestraßen müssen außerdem bearbeitet werden. Im Waldweg kostet etwa die Wasserversorgung 3000 Euro, beim Gautinger Weg wird ein Teilstück erstmals hergestellt, für insgesamt 425 000 Euro. Der Gehweg der Straße Am Klettergarten verschlingt 115 000 Euro. Auch einige Neuanschaffungen stehen an, etwa ein Ratstisch für 22 500 Euro. Der Finanzausschuss empfiehlt dem Gemeinderat, den Finanzplan zu beschließen. Letzterer tagt wieder am 4. August.

© SZ vom 29.07.2020

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