Baierbrunn:Bürgermeisterin Angermaier tritt zurück

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Baierbrunn: Barbara Angermaier gibt ihr Bürgermeisteramt auf.

Barbara Angermaier gibt ihr Bürgermeisteramt auf.

(Foto: Claus Schunk)

Die parteifreie Barbara Angermaier bittet den Gemeinderat, sie wegen "massiver persönlicher Angriffe" von ihrem Amt zu entbinden. Schon am Dienstag könnte der bisherige Stellvertreter Wolfgang Jirschik die Geschäfte im Rathaus übernehmen.

Von Iris Hilberth, Baierbrunn

Baierbrunns Bürgermeisterin Barbara Angermaier schmeißt hin. Die Rathauschefin von der Baierbrunner Interessengemeinschaft hat am Montagvormittag bekannt gegeben, dass sie beim Gemeinderat einen Antrag auf Entlassung aus dem Bürgermeisteramt gestellt hat. Als Grund für diese Entscheidung gibt sie "massive persönlichen Angriffe" und eine "daraus resultierende Belastung" an.

Die nächste Gemeinderatssitzung findet bereits an diesem Dienstag statt. Dann muss das Gremium über den Antrag der Bürgermeisterin entscheiden. Folgt man der Einschätzung des Bayerischen Gemeindetags, kann man davon ausgehen, dass damit die Ära Angermaier in Baierbrunn beendet sein wird. Zwar will der für kommunale Wahlbeamte zuständige Referent Hans-Peter Mayer sich zu dem aktuellen Fall nicht äußern, er weist aber darauf hin, dass der Gemeinderat einem solchen Antrag zustimmen muss.

"Ein Bürgermeister hat jederzeit das Recht, einen Antrag auf Entlassung zu stellen und muss diesen auch nicht begründen", sagt er. Vor einigen Jahren sei eine solche Begründung noch erforderlich gewesen, doch habe man dann festgestellt, dass dies keinen Sinn ergebe. "Wer sich zu einen solchen Schritt entschließt, der hat schwerwiegende Gründe", so Mayer.

Sobald der Gemeinderat dem Antrag zugestimmt hat, wird der Zweite Bürgermeister die Geschäfte bis zu einer Neuwahl führen. Angermeiers bisheriger Stellvertreter, Wolfgang Jirschik (Überparteiliche Wählergruppe Baierbrunn), zeigte sich am Montag überrascht von der Entscheidung der Ersten Bürgermeisterin.

Bereits vor zwei Jahren hatte es im Baierbrunner Rathaus Querelen gegeben. Mit einem Schlag war damals die komplette Führungsmannschaft, bestehend aus Geschäftsführer, Bauamtsleiter und Kämmerin von Bord gegangen. Damals hatten einige Angermaier vorgeworfen, mit dem Amt überfordert zu sein und mit "herrischem Auftreten" für schlechte Stimmung zur sogen. Seit neues Personal die Arbeit aufgenommen hat, sah es für Außenstehende aus, als habe sich die Lage beruhigt.

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