Die Behörden haben im Fall von Wendy Onserio eingelenkt. Die Kenianerin kann ihre Arbeitsstelle im Hotel und Waldgasthof Buchenhain antreten. Das hat das Münchner Landratsamt am Donnerstag mitgeteilt. Damit findet nach einem SZ-Bericht ein Konflikt offenbar ein versöhnliches Ende, der aus Sicht von vielen gezeigt hat, wie bürokratische Hürden verhindern, dass dringend benötigte Arbeitskräfte angestellt werden können.
Wie das Landratsamt mitteilt, habe die 29-jährige Frau einen neuen Antrag auf Erteilung einer Arbeitserlaubnis eingereicht, dem die Agentur für Arbeit habe zustimmen können. „Daher kann die Ausländerbehörde nun auch eine entsprechende Arbeitserlaubnis erteilen.“
Noch vor wenigen Tagen sah es so aus, als würde nichts daraus werden, mit bitteren Folgen für Onserio, die in ihrer alten Anstellung gekündigt und ihre Wohnung aufgegeben hatte. Und auch zum Leidwesen der Wirte in Buchenhain, die händeringend um Personal werben und sich mit Onserio bis hin zur Bezahlung einig waren. Doch gerade wegen des vereinbarten Gehalts legte sich die Agentur für Arbeit zunächst quer. Der beratend beigezogene Hotel- und Gaststättenverband hatte ein Entgelt unter Tarif beklagt.
Nun haben beide Seiten zueinander gefunden. Wolfgang Kort, der Wendy Onserio seit Längerem unterstützt, spricht von einer „tollen Nachricht.“ In dem neu der Behörde vorgelegten Vertrag habe man nochmal deutlicher dargelegt, „wie hoch der geldwerte Vorteil der Verpflegung“ ist. Damit sehe die Agentur offenbar die Bedingungen für eine Anstellung als erfüllt an.

