GesundheitsgefahrBadeverbot am Deininger Weiher

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Baden ist im Deininger Weiher bei Straßlach-Dingharting seit Dienstag verboten.
Baden ist im Deininger Weiher bei Straßlach-Dingharting seit Dienstag verboten.
Sebastian Gabriel

In dem Moorsee bei Straßlach-Dingharting ist ein stark erhöhtes Vorkommen von Cyanobakterien nachgewiesen worden. Auch am Hachinger Bach geht das Gesundheitsamt dem Verdacht auf Blaualgen nach.

Von Udo Watter und Daniela Bode, Neubiberg

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Auch wenn dem derzeit schwer zu widerstehen ist: Am Deininger Weiher gilt seit Dienstag ein allgemeines Badeverbot. In Wasserproben, die das Gesundheitsamt München-Land am Montag genommen hat, sei ein stark erhöhtes Vorkommen von Cyanobakterien, umgangssprachlich Blaualgen, nachgewiesen worden, teilte das Landratsamt am Dienstagnachmittag mit. Da gesundheitliche Beeinträchtigungen für Badende derzeit nicht ausgeschlossen werden könnten, gelte das Verbot bis auf Weiteres.  Auch Hunde und andere Tiere sollten nicht im Weiher baden oder daraus trinken.

Cyanobakterien können Giftstoffe bilden, die insbesondere bei der Aufnahme belasteten Wassers gesundheitliche Beschwerden verursachen können, warnt das Gesundheitsamt. Die von ihnen produzierten Giftstoffe können bei Menschen etwa Übelkeit oder Hautreizungen verursachen. Für Hunde und andere Tiere können sie sogar tödlich sein, wenn diese belastetes Wasser trinken.

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Schilder weisen aktuell auf das Badeverbot hin. Das Gesundheitsamt des Landkreises München wird engmaschige Nachkontrollen vornehmen. Sobald die Untersuchungsergebnisse und die weiteren Kontrollen eine sichere Nutzung des Gewässers wieder zulassen, wird das Verbot aufgehoben.

Zudem gingen im Landratsamt München sowie in einigen Landkreisgemeinden wie Neubiberg auch Hinweise zu einem möglichen vermehrten Vorkommen von Blaualgen im Hachinger Bach ein. Diesen Hinweisen werde nachgegangen, heißt es aus dem Landratsamt. An mehreren Stellen entlang des Gewässers werden Sichtkontrollen und vereinzelte Wasserproben vorgenommen.

Im Hachinger Bach – hier ein Stück zwischen Neubiberg und München-Perlach – haben sich möglicherweise Blaualgen vermehrt.
Im Hachinger Bach – hier ein Stück zwischen Neubiberg und München-Perlach – haben sich möglicherweise Blaualgen vermehrt.
Claus Schunk

Selbst wenn die Ergebnisse der Beprobungen keinen Nachweis von Cyanobakterien erbringen sollten, weist das Gesundheitsamt vorsorglich darauf hin, dass die Bedingungen für eine Massenvermehrung von Blaualgen derzeit sehr günstig sind: hohe Temperaturen, niedriger Wasserstand, verlangsamte Fließgeschwindigkeit. Daher empfiehlt das Gesundheitsamt, den direkten Kontakt mit dem Bachwasser oder Uferschlamm sowie das Verschlucken des Wassers zu vermeiden und insbesondere auch auf Kinder zu achten.

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