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B 471:"Die Belastung ist unerträglich"

Lkw-Verbot: Bürgermeister von Putzbrunn bekräftigt Forderung

Die ersten Reaktionen von offizieller Seite waren zwar nicht sehr ermutigend, dennoch halten die Landkreisgemeinden im Osten Münchens an ihrer Forderung nach einem Lkw-Durchfahrtsverbot für ihre Kommunen im Zug der Bundesstraße B471 fest. "Ich will noch nicht annehmen, dass es hier rechtlich keine Möglichkeit gibt", sagt Putzbrunns Bürgermeister Edwin Klostermeier (SPD), der sich zusammen mit seinen Kollegen aus Haar, Feldkirchen und Aschheim - Gabriele Müller (SPD), Werner van der Weck (SPD) und Thomas Glashauser (CSU) - an Landrat Christoph Göbel (CSU) gewandt hatte. "Die Belastung ist unerträglich hoch, unsere Bürger müssen unter der Situation leiden", so Klostermeier weiter.

Am Rande des Gemeindetags waren er und Van der Weck auf das Thema zu sprechen gekommen. "Da haben wir ausgemacht, dass wir das angehen, schließlich weichen immer mehr Lkw wegen des Dauerstaus von der A 99 auf die B 471 aus", so Klostermeier. Zum Vorbild habe man sich ganz bewusst die Tiroler Behörden genommen, die Durchfahrtsverbote für Autofahrer, die dem dortigen Stau auf der Inntalautobahn entkommen wollen, bereits durchgesetzt haben. "Ich habe da gewisse Sympathien, weil ich die Lage der Menschen dort sehr gut nachvollziehen kann", so Putzbrunns Rathauschef.

Wäre der Zeitraum überschaubar, würde man die Belastung zähneknirschend ertragen. Doch die fehlende Aussicht auf eine zeitnahe Linderung der Probleme treibe die Bürgermeister an: "Schon die aktuelle Baustelle auf der A 99 nach Norden wird nicht vor 2020 fertig, dann geht es im Süden weiter und erst danach kommt der Ausbau im Osten mit der Überleitung zur A 94. Wir würden noch 15 Jahre lang den Schleichverkehr durch unsere Orte haben", so Klostermeier.

Entscheiden muss das Landratsamt, das den Antrag gerade prüft. Abteilungsleiter Stefan Rinderer vom Staatlichen Bauamt Freising hatte jedoch eine Umsetzung der Forderung nach einem Lkw-Fahrverbot auf SZ-Nachfrage als "sehr schwierig" bezeichnet.

© SZ vom 10.08.2019
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